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→1950er Jahre
Wie schon vor dem letzten Saisonspiel der SG Friedrichstadt mitgeteilt, sollte sich diese laut Staatsmacht der [[BSG VVB Tabak Dresden]] (gegründet am 1. Juni 1910 als [[Dresdner SV 1910]] durch Zusammenschluss von vier sogenannten wilden Vereinen aus Striesen, Blasewitz, Tolkewitz und Laubegast, Fußballabteilung ab 1911, im Mai 1933 von den Nazis verboten und aufgelöst, am 22. Juni 1945 neugegründet als [[SG Striesen]], 1948 bis 1949 [[ZSG Nagema Dresden]], ab 1952 [[BSG Empor Tabak Dresden]], am 27. Juni 1990 Rückbenennung in Dresdner SV 1910, dessen Fußballabteilung sich im Juni 1991 als [[SG Dresden-Striesen]], welche am 8. Januar 1991 gegründet wurde, selbstständig machte) anschließen. Tabak-Vereinsvorsitzender Otto Nagel, ehemaliger Spieler des Dresdner SV 1910, war aus historischen Gründen gegen die Verpflanzung. Dennoch bestritten die ehemaligen Spieler der SG Friedrichstadt zwischen dem [[30. April]] und dem [[7. Mai]] 1950 zum Saisonabschluss noch drei Freundschaftsspiele unter dem Namen BSG VVB Tabak Dresden bei der [[BSG Lokomotiv- und Waggonbau Görlitz]] (1:6), gegen die [[BSG Einigkeit Spremberg]] (3:1) und bei der [[SG Lauter]] (1:5). In der Folge flüchteten diese Spieler nach West-Berlin und die BSG VVB Tabak Dresden musste in der Landesklasse Sachsen verbleiben. Auch ein Versuch des ehemaligen DSC-Vorsitzenden [[Alwin Weinhold]], unterstützt von [[Herbert Haufe]] und [[Hans Zehrer]], die Friedrichstädter als [[Dresdner Sport-Centrum Eisenbahn]] unter der Trägerschaft der [[Deutsche Reichsbahn|Deutschen Reichsbahn]] spielen zu lassen, wurde von den Kommunisten im Keim erstickt.
Die verbliebenen Spieler der weiteren Fußballmannschaften, der komplette Nachwuchsbereich und einige Trainer der SG Friedrichstadt schlossen sich noch im April 1950 der [[SG Mickten]] (1901 gegründet als [[FC Bayern Dresden]], ab 1903 [[FC Brandenburg Dresden]], 1920 Fusion mit dem [[FC Meteor Dresden]] zum [[Dresdner SV Brandenburg 01 Dresden]], 1933 Fusion mit dem [[VfR Dresden]], 1908 gegründet, und dem [[SV Ring Greiling 1902 Dresden]], von 1902 bis 1930 [[Dresdner Fußballring 1902]], zu [[Dresdner Sportfreunde 01]], 1945 Lösung der Fusion und Gründung der [[SG Pieschen]] als traditioneller Nachfolger von SV Brandenburg 01 Dresden und VfR Dresden, Ende April 1946 Anschluss an die SG Mickten, und der [[SG Neustadt-Mitte]] als traditioneller Nachfolger des Dresdner FC Fußballring, 1946 Fusion mit [[SG Neustadt-Ost]], einer der Nachfolger der [[Dresdner SG 1893]], zur [[SG Neustadt]], ab 1950 [[BSG Bau-Union Dresden-Süd]], ab 1952 [[BSG Aufbau Dresden-Mitte]], am 4. Mai 1990 Rückbenennung in [[Sportfreunde 01 Dresden]], am 1. Januar 2002 Fusion mit dem [[SV Dresden-Nord]], ehemals u. a. [[BSG Funkwerk Dresden]], [[BSG Motor Industriegelände Dresden]] und [[BSG Meßelektronik Dresden]], zu [[Sportfreunde 01 Dresden-Nord]]) an. Da der Aufstieg der SG Mickten in die DS-Oberliga zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen war und Dresden nach dem Willen der politischen Machthaber einen Erstligisten haben sollte, wurde im Juni 1950 per Dekret die im Oktober 1948 gegründete [[SG Deutsche Volkspolizei Dresden]] (ab 12. April 1953 [[SG Dynamo Dresden]], ab 1. Juni 1990 [[1. FC Dynamo Dresden]], seit 1. Juni 2007 wieder SG Dynamo Dresden) ins Oberhaus befördert. Zu diesem Zweck wurden am 28. Juli 1950 17 Spieler aus elf Städten nach Dresden delegiert.
'''1. Mai 1950'''