67.246
Bearbeitungen
Änderungen
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
1940er Jahre hinzugefügt
In [[Löbtau]] bei Dresden wird [[1877]] der [[TV Löbtau|Turnverein Löbtau]] gegründet. [[1933]] wurde der Verein in [[Deutsche Turnerschaft 1877 Löbtau]] umbenannt.
== 1880er Jahre ==
== 1890er Jahre ==
== 1900er Jahre ==
== 1910er Jahre ==
== 1920er Jahre ==
== 1930er Jahre ==
== 1940er Jahre ==
'''1. Dezember 1940'''
Im [[Olympiastadion Berlin|Berliner Olympiastadion]] werden die DSC-Fußballer mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen den [[1. FC Nürnberg]] am [[1. Dezember]] [[1940]] erstmals [[DFB-Pokal|Deutscher Pokalsieger]].
'''1941'''
DSC-Fußballstürmer [[Fritz Machate]] schoss in 36 Pflichtspielen in der [[1. Mannschaft 1940/1941|Saison 1940/1941]] sagenhafte 56 Tore.
'''2. November 1941'''
Mit einem 2:1 gegen den [[FC Schalke 04]] verteidigen die DSC-Fußballer am [[2. November]] [[1941]] im Berliner Olympiastadion den Pokal und dürfen sich in der Folge bis 1962 DFB-Rekordpokalsieger nennen. Bereits bei Kriegsbeginn 1939 war ein halbes Dutzend DSC-Stammspieler von der Wehrmacht eingezogen worden. Nach diesem Triumph aber wird der Großteil der Stammelf an die Front berufen. In einigen Spielen muss der DSC fortan sogar mit seiner Juniorenmannschaft antreten. Die DSC-Kicker hatten sich nicht von den Nazis vereinnahmen lassen. Sie wurden erfolglos zum Eintritt in die NSDAP und teilweise SS gedrängt. Und dies sollte kurzfristige Folgen haben. "Hat der DSC auf seine Reserven und seinen Nachwuchs genügend Wert gelegt?", fragt die Presse damals. DSC-Vereinsführer [[Alwin Weinhold]] antwortet direkt im [[Kicker]]: "Die Reserven stehen jetzt aus zeitbedingten Gründen nicht zur Verfügung. Genannt wird vielfach die Bombenbesetzung bei Schalke 04, das fast in friedensmäßiger Besetzung spielt. Den DSC kümmert dies nicht. Wenn der DSC sechs Stammspieler abgegeben hat und dafür drei Gastspieler erhalten hat, so liegt wohl kein Grund vor, zu behaupten, er habe nur durch die Gastspieler seine Erfolge der letzten Zeit erreicht. Ab November 1941 mußten dann [[Willibald Kreß|Kreß]], [[Herbert Pohl|Pohl]], [[Walter Dzur|Dzur]], [[Helmut Schubert|Schubert]] und [[Emanuel Boczek|Boczek]] an die Front, [[Karl Miller|Miller]] und [[Gustav Carstens|Carstens]] wechselten als Gastspieler die Standorte und durften laut [[Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen|NSRL]] nicht mehr für den DSC spielen. Damit standen mit [[Helmut Schön|Schön]], [[Heinz Kugler|Kugler]], [[Walter Kreisch|Kreisch]] und [[Heinz Hempel|Hempel]] nur noch vier Stammspieler zur Verfügung. Zuletzt sei noch vermerkt, daß [[Heinrich Schaffer|Schaffer]] operiert wurde und verletzungsbedingt nicht einsatzbereit war. So gilt es nun, auf die Reserven und den Nachwuchs zurückzugreifen und eine neue Mannschaft aufzubauen. Und wo sind diese Reserven? Sämtliche Spieler unserer Reservemannschaft, mit Ausnahme von Heinlein, befinden sich ebenfalls im Wehrmachtsdienst. So blieb nur der Rückgriff auf die Jugendmannschaft, was besonderer Genehmigungen bedurfte. Zwei wurden eingesetzt, einer war verletzt, drei Gastspieler erhielten von der Luftwafffe keine Spielgenehmigung."
'''19. April 1942'''
"Das ist eine unerhörte Sensation!" Die Fußballwelt schaut staunend und ungläubig auf [[Bischofswerda]]. Als Titelverteidiger wurde dem DSC doch tatsächlich auferlegt, sich für den Pokal über eine eigens vorgeschaltete Zwischenrunde erst qualifizieren zu müssen. Und auch nach diesem Spiel am [[19. April]] [[1942]] hätte der DSC noch drei Siege hinlegen müssen, um in der 1. Hauptrunde des Pokals zu stehen. Der Sport-Club reist mit seiner Rumpftruppe trotzdem voller Zuversicht nach Bischofswerda, denn selbst mit dieser Mannschaft, bestehend aus Reserve- und Jugendspielern, sollte ein Sieg gegen den Zweitligisten [[SV Bischofswerda 08]] garantiert sein. Und dort rechnet natürlich auch niemand mit einer Sensation. Gerade mal 1.500 Zuschauer wollten die dritte Garde des DSC sehen. Aber der Bezirksklassist Bischofswerda wuchs über sich hinaus und gewann gegen den Dresdner SC mit 3:2. So ein Spiel hatte Bischofswerda noch nicht gesehen. Ganz Deutschland nicht, denn dies war die bis dahin größte Pokalsensation aller Zeiten. Dann noch mal Hoffnung beim DSC und Frust bei Bischofswerda: Aber der Protest des DSC wegen eines nachweisbar nicht spielberechtigten Akteurs der Bischofswerdaer wurde vom Fachamt Fußball einfach abgewiesen. Nachdem der DSC aus besagten Gründen schon seinen Sächsischen Gaumeistertitel 1942 nicht verteidigen konnte, war der Pokal-Titelverteidiger nun auch draußen, lange bevor der Wettbewerb überhaupt richtig begonnen hatte.
'''27. Juni 1943'''
Endlich hat es geklappt: Mit einem 3:0 gegen den [[FV Saarbrücken]] wird der DSC am [[27. Juni]] [[1943]] vor 80.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion [[Deutsche Fußballmeisterschaft|Deutscher Meister]]. DSCer Herbert Pohl lief auf, obwohl er im Krieg seinen linken Arm verloren hatte. Fast alle DSCer sind inzwischen Soldaten geworden. Die 18 Gauligaspiele vor der Endrunde enden trotzdem mit einem Rekord: 36:0 Punkte und 136:14 Tore. 200.000 Menschen aus nah und fern feierten die DSC-Meisterkicker bei ihrer Ankunft auf Dresdens Straßen.
'''18. Juni 1944'''
Mit einem 4:0 über den [[Luftwaffen-SV Groß-Hamburg]] wird der Deutsche Meistertitel vom DSC am [[18. Juni]] [[1944]] im Berliner Olympiastadion verteidigt. Obwohl der Endspielort aus Angst vor Bomben geheim gehalten wurde, kamen 76.000 Zuschauer. Die gemeinsame Kriegsausgabe von Kicker und [[Fußball (Zeitschrift)|Fußball]] schrieb: "Dresden bleibt des Reiches Fußballresidenz. Mit unnahbarer Überlegenheit wies der DSC seine stürmischen Herausforderer ab. So wie einst niemand die Vormachtstellung Nürnberg-Fürths oder Schalkes antasten und anzweifeln konnte, so vermag jetzt keiner die Herrschaft des Ostrageheges zu leugnen! Sich in Kriegszeiten zu behaupten, erscheint uns erst recht bewundernswert! Den Dresdnern ist wahrhaftig in dieser Endrunde nichts geschenkt worden. Eine gesunde Mischung aus alt und jung, von Heißspornen und kalten Taktikern, von Künstlern und sachlichen Ballarbeitern verschmolz harmonisch zu dieser prächtigen Meistereinheit. Der große Sieg des DSC festigte in der großen deutschen Fußballgemeinde den Glauben an die Macht der Überlieferung, an die Macht der Mannschaftswerdung, an die Macht der in den Jahren organisch entwickelten Vereinsmeisterschaft, deren Abgeordnete ja nur die Erste ist. Eine Fußballelf ist nicht die Summe von elf Spielern, so wenig die Melodie die Summe von Tönen ist. Die Urkräfte der heutigen Meisterschaft des Dresdner Sport-Clubs – dieser großen Sportgemeinschaft Sachsens – zog die Mannschaft schon aus der Arbeit der Friedensjahre. Der Einfluß ihrer alten Kämpen Kreß und Richard Hofmann mag hierfür symbolisch sein. Der Titel zahlt somit nicht nur den Lohn an die elf Spieler und nicht bloß für die Taten von 90 Minuten, von einem Jahr... Weil der Deutsche Meister aus einer Mannschaft geformt wird, die ein Jahrzehnt und länger diesem Ziel zustrebte, darum gönnen ihm die echten Fußballhasen so von Herzen den Triumph. Schon träumt der DSC vom nächsten Jahr. Ihm winkt ein Ruhm, der selbst Nürnberg und Schalke verwehrt blieb: dreimal hintereinander Deutscher Meister zu werden."
'''1. August 1944'''
Aus dem Double wird nichts. Der Pokal wird am [[1. August]] 1944 kriegsbedingt abgebrochen. Die DSC-Fußballer verteidigten kurz zuvor ihren [[Landespokal Sachsen|Sächsischen Gaupokal]].
'''31. Dezember 1944'''
Der DSC wird am [[31. Dezember]] 1944 mit einem 6:0 gegen den [[TV 1846 Meißen]] Dresdner Bezirksmeister. Danach bricht der Spielbetrieb kriegsbedingt endgültig zusammen. So blieb nur der Traum vom dritten Deutschen Meistertitel in Folge, der dem DSC allgemein zugetraut wurde.
'''13. Februar 1945'''
Dresden versinkt in Schutt und Asche. Die erste Zielmarkierungsbombe der englisch-amerikanischen Bomberverbände wurde am [[13. Februar]] [[1945]] auf die Südostkurve des DSC-Stadions im Ostragehege abgeworfen.
'''8. Mai 1945'''
Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am [[8. Mai]] 1945 ist dem DSC jegliche Betätigung verboten.
'''30. Mai 1945'''
Der Rat der Stadt Dresden beschließt am [[30. Mai]] 1945: "Das gesamte Vermögen der NSDAP, DAF und der sonstigen politischen Gliederungen der national-sozialistischen Bewegung wird von der Stadt Dresden übernommen." Dies galt somit auch für die Sportvereine. Der DSC war enteignet.
'''30. Juni 1945'''
Das Sportamt der Stadt Dresden verfügt am [[30. Juni]] 1945 beim Rat der Stadt Dresden die Auflösung aller im Reichsbund für Leibesübungen organisierten Vereine in Dresden.
'''8. September 1945'''
Die [[Sowjetunion|sowjetische]] Stadtkommandantur Dresdens untersagt am [[8. September]] 1945 völlig überraschend die Ausübung jeglichen Sports. Es durften keinerlei Wettbewerbe mehr ausgetragen werden.
'''17. Dezember 1945'''
Die [[Direktive Nr. 23]] des Alliierten Kontrollrats in Deutschland zur "Beschränkung und Entmilitarisierung des Sportwesens in Deutschland" regelt am [[17. Dezember]] 1945 die Neuordnung des Sports im Deutschen Reich. In Satz 1 heißt es: "Allen vor der Kapitulation in Deutschland bestehenden sportlichen, militärischen oder paramilitärischen athletischen Organisationen (Klubs, Vereinigungen, Anstalten und andere Organisationen) wird jede Betätigung untersagt, und sie sind bis zum 1. Januar 1946 spätestens aufzulösen." Damit steht endgültig fest, dass der DSC auch auf dem Papier spätestens bis zum [[31. Dezember]] 1945 vollständig aufzulösen ist. Die [[SG Friedrichstadt|Sportgemeinschaft Friedrichstadt]] wird als Nachfolgeorganisation aller Friedrichstädter Sportvereine gegründet. Bei der SG Friedrichstadt wird hauptsächlich Fußball, Leichtathletik (unter dem alten DSCer [[Hans Beger]]) und Hockey betrieben. Das urdeutsche Turnen und Fechten, wie beim ATV Dresden betrieben, lehnen die Besatzer komplett ab. Diese Sportarten bleiben verboten.
'''7. März 1946'''
Mit der Gründung der [[Freie Deutsche Jugend|Freien Deutschen Jugend]] am [[7. März]] [[1946]] wird das totale Sportverbot in Dresden aufgehoben.
'''1. Oktober 1946'''
In ihrem ersten Nachkriegsspiel besiegen die Hockeyspieler der SG Friedrichstadt die [[SG Söbrigen]] am [[1. Oktober]] 1946 mit 4:1.
'''9. September 1948'''
Zuschauerrekord im Stadion im Ostragehege, welches kurz darauf den Namen des Kommunisten [[Heinz Steyer|Heinz Steyers]] erhält: 80.000 Zuschauer sehen am [[9. September]] [[1948]] einen Auftritt des sowjetischen Alexandrow-Ensembles. Eigentlich sollte das Stadion den Namen des DSC-Stars Rudolf Harbig erhalten, was aber von den Politikern abgelehnt wurde. Letztendlich gab es später aber doch noch ein [[Rudolf-Harbig-Stadion]] in Dresden, als die Ilgen-Kampfbahn an der [[Lennéstraße]] [[1951]] umbenannt wurde.
'''14. November 1948'''
Rückkehrer "König Richard" Hofmann trifft in seinem ersten Fußballspiel für die SG Friedrichstadt am [[14. November]] 1948 viermal. Endstand: 23:0 im Punktspiel gegen die [[SG Lommatzsch]], der höchste Sieg der Vereinsgeschichte.
'''29. Mai 1949'''
Die SG Friedrichstadt unterliegt am [[29. Mai]] [[1949]] bei der [[ZSG Union Halle]] im Viertelfinale um die Ostzonenmeisterschaft im Fußball mit 1:2. Die [[Halle|Hallenser]] waren als Prototyp der geplanten Betriebssportgemeinschaften als Meister vorgesehen und durften als einzige Mannschaft der Endrunde im heimischen Stadion spielen (ansonsten nur neutrale Plätze).
'''31. Dezember 1949'''
Im Abschiedsspiel des fast 44-jährigen Richard Hofmann besiegen die Friedrichstädter am Silvesterabend 1949 im ersten Flutlichtfußballspiel Deutschlands die DDR-Nationalmannschaft im Heinz-Steyer-Stadion im Ostragehege mit 2:0.
== 1950er Jahre ==
== 1960er Jahre ==
== 1970er Jahre ==
== 1980er Jahre ==
== 1990er Jahre ==
== 2000er Jahre ==
== 2010er Jahre ==
[[Kategorie:DSC allgemein]]