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Karl Baier

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Berufsleben
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| colspan="32" style="text-align: center; font-size: large;" class="fn" | Karl Baier
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| colspan="4" style="text-align: center" | [[Datei:Karl-Baier-1935.jpg|200px|rahmenlos]]|-| colspan="4" style="text-align: center" | Karl Baier 1935|-! colspan="32" style="background: #B0C4DE; text-align: center;" | Person
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| '''Name'''
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| '''Jahre'''
'''Karl Johann Ludwig Baier''' (* [[21. September]] [[1877]] in [[Karlsbad]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[8. August]] [[1948]] in [[Dresden]]-[[Trachau]]) war der [[Gründungsversammlung|Vereinsgründer]] des [[Dresdner SC]], dessen langjähriger erster [[Präsidenten|Vorsitzender]] er war.
== Privatleben Sportliche Laufbahn == [[Datei:DFB-Bundestag-1919-Eisenach.jpg|500px|mini|rechts|Karl Baier (5. stehend v. l.) auf dem Gruppenfoto der Fußballfunktionäre beim DFB-Bundestag am 14. September 1919 in Eisenach]] In seiner Jugend betrieb Karl Baier Schwimmen und Schlittschuhlaufen. In Prag lernte er den [[Fußball|Fußballsport]] kennen und spielte dort von [[1893]] bis 1895 in den Schüler- und Jugendmannschaften des [[ERC Regatta Prag]]. Dieser Vorgängerverein des [[DFC Prag]] spielte auf der Kaiserwiese und am Invalidenplatz. Erfahrungen im [[Radsport|Radfahren]], Reiten, Tennis und [[Wandern]] unterstreichen seine sportliche Vielfältigkeit. Als er 1895 nach Dresden zog, schloss er sich dem [[Neuer Dresdner FC|Neuen Dresdner FC]] an, bei dem er zunächst als Mittelläufer aktiv war. Aufgrund mangelnder Alternativen wechselte er schnell in die Torhüterposition. Seine Spielkameraden wählten ihn zum Mannschaftskapitän.
Karl Baier wurde am 21. September 1877 in der Im März [[Böhmen|böhmischen1898]] Stadt Karlsbad geboren trat er aus dem NDFC aus und gründete mit einigen Kameraden im minderjährigen Alter von 20 Jahren am [[30. SeptemberApril]] 1877 in der dortigen Sankt-Maria-Magdalena-Kirche römisch-katholisch getauft1898 den Dresdner SC. Seine ElternDie Wahl des Vereinsnamens, der Kaufmann, langjährige Stadtrat [[Vereinsfarben]] und stellvertretende Bürgermeister Johann Karl Baier und dessen Ehefrau Franziska "Fanny" Marie Baier (geb. Gebhardt), waren gebürtige Karlsbader und wohnten im Anwesen Nummer 408 in Karlsbad. Die Familie Baier war eine bürgerliche alteingesessene Familie. Die Großeltern von Karl Baier waren der Volksschullehrer Johann Baier mit Ehefrau Anna (geb. Schäffler) und der Tischlermeister Wilhelm Gebhardt mit Ehefrau Theresia (geb. Franz). Als Volksdeutscher in Böhmen war er bis [[1918Vereinsfahne]] österreichischberuhten hierbei auf seiner Idee. Ein Sport-ungarischer StaatsangehörigerClub sollte es sein, anschließend [[Tschechoslowakei|tschechoslowakischer]] Staatsangehörigerum eine möglichst umfassende Sportbetätigung zu ermöglichen. [[1933]] nahm er schließlich die [[Deutschland|deutsche]] Staatsbürgerschaft anDer NDFC hatte sich nämlich ausschließlich dem Fußball verschrieben. Am Er wurde zum ersten Vorsitzenden des DSC gewählt, wurde später Ehrenmitglied und zum [[1725. MärzStiftungsfest]] am 30. April [[19131923]] erklärte er in Dresden seinen Austritt aus der römisch-katholischen Kirche und blieb daraufhin bis an sein Lebensende konfessionsloszum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Am Karl Baier wurde am [[425. JuniJanuar]] [[19041905]] verlobte er sich mit der Karlsbaderin Karoline Müller, die er am ein weiteres Mal zum 1. Vorsitzenden des [[7. JanuarVerband Dresdner Ballspiel-Vereine|Verbandes Dresdner Ballspiel-Vereine]] gewählt und blieb dies bis zur Verbandsauflösung zum [[190530. Juni]] in Karlsbad heiratete1905. Dieser Ehe entstammten Als einer der ersten Fußballfunktionäre erhielt er die Kinder Karl Gustav Baier (* Ehrennadel des [[15. NovemberDFB]] 1905), Dora Leopoldine Baier (* [[7. Dezember]] Auch im [[1907Verein für vaterländische Festspiele zu Dresden]]) und Andrea Christine Baier (* gegründet am [[11. August]] [[1915November]]1898). Zuletzt beteiligte er sich aktiv und war Karl Baier mit Margarethe Martha Baier (gebeinige Jahre Vorsitzender von dessen Gruppe Fußball und Leichtathletik. Schwarz) verheiratet, die er kurz vor Nach dem Ende verheerenden Brand des Zweiten Weltkriegs DSC-Vereinshauses und der alten Holztribüne am [[2318. AprilOktober]] [[19451928]] im Alter von 67 Jahren in Dresden ehelichte. Karl Baier verstarb am 8. August 1948 um 9:30 Uhr im Alter von 70 Jahren in der Wohnung wurde er Leiter des Ehepaars in der Schützenhofstraße 10 im Dresdner Stadtteil Trachau an einem Herzschlag in Folge einer HerzmuskelerkrankungDSC-Bauausschusses.
== Berufsleben ==
 
[[Datei:Carl-Haselhorst-Chemische-Fabrik-Reklamemarken.png|200px|mini|links|Collage von Reklamemarken der chemischen Fabrik Carl Haselhorst]]
 
[[Datei:Karl-Baier-Kreidezeichnung.png|150px|mini|rechts|Kreidezeichnung von Karl Baier]]
Karl Baier besuchte von [[1885]] bis [[1888]] eine Volksschule in Karlsbad und von 1888 bis [[1892]] die Unterrealschule in Elbogen. Anschließend ging er von 1892 bis [[1895]] auf die deutsche Handelsakademie in [[Prag]]. Als gelernter Kaufmann fing er zum [[1. Oktober]] 1895 eine Lehre beim Kolonialwarenhändler Schramm & Echtermeyer in Dresden an. Dort übernahm man ihn anschließend in ein Angestelltenverhältnis. Zum [[1. September]] [[1899]] verließ er Dresden für zwei Jahre und wurde Angestellter der Tüten- und Papierwarenfabrik Wilhelm Kürner in Trier.
Am 1. Oktober [[1901]] wurde Karl Baier Buchhalter in der chemischen Fabrik von Carl Haselhorst in Dresden. Zusammen mit Kurt Schubert übernahm er diese Fabrik zum 1. Januar [[1902]]. Ab dem [[4. Juni]] 1902 war er alleiniger Inhaber und blieb dies bis zum Rentenalter.
== Privatleben == [[Datei:DFBSterbeurkunde-BundestagKarl-Baier.png|200px|mini|rechts|Sterbeurkunde von Karl Baier]] [[Datei:Geburtseintrag-1919Karl-EisenachBaier.jpgpng|500px600px|mini|rechtsohne|Geburts- und Taufeintrag von Karl Baier im Kirchenbuch der Sankt-Maria-Magdalena-Kirche in Karlsbad]] Karl Baier wurde am 21. September 1877 in der [[Böhmen|böhmischen]] Stadt [[Karlsbad]] geboren und am [[30. September]] 1877 in der dortigen Sankt-Maria-Magdalena-Kirche römisch-katholisch getauft. Seine Eltern, der Kaufmann, langjährige Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister Johann Karl Baier und dessen Ehefrau Franziska "Fanny" Marie Baier (geb. Gebhardt), waren gebürtige Karlsbader und wohnten im Anwesen Nummer 408 in Karlsbad. Die Familie Baier war eine bürgerliche alteingesessene Familie. Die Großeltern von Karl Baier waren der Volksschullehrer Johann Baier mit Ehefrau Anna (geb. Schäffler) und der Tischlermeister Wilhelm Gebhardt mit Ehefrau Theresia (geb. Franz). Als Volksdeutscher in Böhmen war er bis [[1918]] österreichisch-ungarischer Staatsangehöriger, anschließend [[Tschechoslowakei|tschechoslowakischer]] Staatsangehöriger. [[1933]] nahm er schließlich die [[Deutschland|deutsche]] Staatsbürgerschaft an. Am [[17. März]] [[1913]] erklärte er in Dresden seinen Austritt aus der römisch-katholischen Kirche und blieb daraufhin bis an sein Lebensende konfessionslos. Am [[4. Juni]] [[1904]] verlobte er sich mit der Karlsbaderin Karoline Müller, die er am [[7. Januar]] [[1905]] in Karlsbad heiratete. Dieser Ehe entstammten die Kinder Karl Gustav Baier (5* [[15. stehend vNovember]] 1905), Dora Leopoldine Baier (* [[7. lDezember]] [[1907]]) und Andrea Christine Baier (* [[11.August]] [[1915]]). Zuletzt war Karl Baier mit Margarethe Martha Baier (geb. Schwarz) verheiratet, die er kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs am [[23. April]] [[1945]] im Alter von 67 Jahren in Dresden ehelichte. Karl Baier verstarb am 8. August 1948 um 9:30 Uhr im Alter von 70 Jahren in der Wohnung des Ehepaars in der Schützenhofstraße 10 im Dresdner Stadtteil Trachau an einem Herzschlag in Folge einer Herzmuskelerkrankung. === Nachkommen === Karl Baiers Sohn, der Ingenieur Karl Gustav Baier Jr. (* [[15. November]] [[1905]]; † [[1971]]), heiratete Hedda Baier (geb. Becher) (* [[24. März]] [[1914]]; † [[2007]]). Sie übernahm am [[22. April]] [[1941]] zunächst gemeinsam mit ihrer Mutter Ernestine Becher die Führung der [[Johann Becher Likörfabrik]] in [[Karlsbad]] von ihrem verstorbenen Vater Alfred Becher. [[1945]] wurde sie enteignet und verhaftet und später mit ihrer Mutter und ihren beiden Kleinkindern vertrieben. Das Unternehmen wurde von der [[Tschechoslowakei]] verstaatlicht und aus dem berühmten Kräuterlikör "Original Karlsbader Becherbitter" wurde der heute ebenfalls berühmte "Becherovka". Karl Baier Jr. und Hedda Baier bauten ab [[1949]] die Firma als [[Johann Becher OHG Likörfabrik]] in ihrem neuen Wohnort [[Köln]] wieder auf dem Gruppenfoto . Hedda Baier hatte das geheim gehaltene Rezept der Fußballfunktionäre beim DFBHerstellung des "Original Karlsbader Becherbitters" im Gedächtnis behalten. Die Firma war ab [[1950]] in [[Kettwig]] (heute ein Stadtteil von [[Essen]]), ab [[1980]] in [[Rheinberg]] und ab [[2002]] wieder in Köln ansässig und verkaufte zeitweise den "Karlsbader Becherbitter" wie zuvor in grünen Flaschen mit blau-Bundestag am 14gelbem Etikett. [[2024]] lebten insgesamt noch vier Enkelinnen von Karl Baier. Charlotte Pauli (geb. Baier) wohnt mit ihrem Mann Hans Pauli in [[Rösrath]]. Sie ist die Tochter von Karl Baier Jr. September 1919 und Hedda Baier und hielt in Eisenachden 2010er und 2020er Jahren Kontakt zum [[Dresdner SC]], an dessen Vereinsgeschehen sie sehr interessiert ist.
== Sportliche Laufbahn ==<gallery>Hedda-Baier.jpg|Hedda Baier (geb. Becher) um 1940Charlotte-Pauli.jpg|Charlotte Pauli (geb. Baier) 2014 in Karlsbad vor einem Porträt von Gustav Becher</gallery>
In seiner Jugend betrieb Karl Baier Schwimmen und Schlittschuhlaufen. In Prag lernte er den [[Fußball|Fußballsport]] kennen und spielte dort von [[1893]] bis 1895 in den Schüler- und Jugendmannschaften des [[ERC Regatta Prag]]. Dieser Vorgängerverein des [[DFC Prag]] spielte auf der Kaiserwiese und am Invalidenplatz. Erfahrungen im [[Radsport|Radfahren]], Reiten, Tennis und [[Wandern]] unterstreichen seine sportliche Vielfältigkeit. Als er 1895 nach Dresden zog, schloss er sich dem [[Neuer Dresdner FC|Neuen Dresdner FC]] an, bei dem er zunächst als Mittelläufer aktiv war. Aufgrund mangelnder Alternativen wechselte er schnell in die Torhüterposition. Seine Spielkameraden wählten ihn zum Mannschaftskapitän.== Würdigung ==
Im März * [[1898]] trat er aus dem NDFC aus und gründete mit einigen Kameraden im minderjährigen Alter von 20 Jahren am [[30. April]] 1898 den Dresdner SC. Die Wahl des Vereinsnamens, der [[Vereinsfarben]] und der [[Vereinsfahne]] beruhten hierbei auf seiner Idee. Ein SportKarl-Baier-Club sollte es sein, um eine möglichst umfassende Sportbetätigung zu ermöglichen. Der NDFC hatte sich nämlich ausschließlich dem Fußball verschrieben. Er wurde zum ersten Vorsitzenden des DSC gewählt, wurde später Ehrenmitglied und zum 25. Stiftungsfest am 30. April [[1923Sportplatz]] zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
{{DEFAULTSORT:Baier, Karl Baier war zeitweilig Vorsitzender des [[Verband Dresdner Ballspiel-Vereine|Verbandes Dresdner Ballspiel-Vereine]]. Als einer der ersten Fußballfunktionäre erhielt er die Ehrennadel des [[DFB]]. Auch im [[1899]] gegründeten [[Verein für vaterländische Festspiele zu Dresden]] beteiligte er sich aktiv und war einige Jahre Vorsitzender von dessen Gruppe Fußball und Leichtathletik. Nach dem verheerenden Brand des DSC-Vereinshauses und der alten Holztribüne am [[18. Oktober]] [[1928]] wurde er Leiter des DSC-Bauausschusses.}}
[[Kategorie:Ehrenmitglied]]
[[Kategorie:Ehrenpräsident]]
[[Kategorie:Fußball-Schiedsrichter]]
[[Kategorie:Fußballer]]
[[Kategorie:Gründungsmitglied]]
[[Kategorie:Präsident]]
[[Kategorie:Präsidiumsmitglied]]

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