65.983
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→Geschichtlicher Hintergrund
Die Sektion Fußball des SC Einheit Dresden mit ihren 16 Fußballmannschaften machte sich letztlich am [[6. Januar]] [[1966]] unter der Bezeichnung [[FSV Lokomotive Dresden|Fußballspielvereinigung Lokomotive Dresden]] selbstständig. Das westliche bürgerliche Kürzel FSV wurde dem Verein dabei erst nach längerem Hin und Her zugestanden. Clubfarben der von der [[Deutsche Reichsbahn|Deutschen Reichsbahn]] und der [[Hochschule für Verkehrswesen]] unterstützten Betriebssportgemeinschaft wurden Rot und Schwarz. Am [[12. Januar]] 1966 fand die offizielle Gründungsfeier der FSV Lokomotive Dresden statt. Mit dem neuen Vorsitzenden [[Herbert Haufe]] und [[Günter Köhler]] wurden der 1. und 2. Vorsitzende der [[BSG Lokomotive Dresden]] zur FSV Lokomotive Dresden "delegiert".
Übrigens kam es auch bei der SG Dynamo zu einer Umbenennung: Die [[Dresdner FV Dynamo|Dresdner Fußballvereinigung Dynamo]] wurde am [[13. Januar]] [[1966]] als Nachfolger der SGD gegründet. Da der Beschluss zur Umbenennung von der Sportvereinigung Dynamo jedoch nicht bestätigt wurde, spielte der Club als SG Dynamo Dresden weiter.
Zweieinhalb Jahre später erklärte der DTSB-Bezirksvorstand auf Anordnung der SED-Bezirksleitung Dresden die SG Dynamo Dresden am [[28. Juli]] [[1968]] zum Fußball-Leistungszentrum des Bezirkes Dresden. Dadurch war die FSV Lokomotive Dresden nunmehr auch offiziell dazu verpflichtet, sämtliche Talente an die SG Dynamo Dresden abzuführen. Der Sturz in die sportliche Bedeutungslosigkeit war fortan nicht mehr aufzuhalten. [[Werner Krolikowski]], Erster Sekretär der SED-Bezirksleitung Dresden, bevorzugte eigentlich den zivilen Vertreter FSV Lokomotive Dresden, was die Bezirksleitung auch dem FSV-Leiter Herbert Haufe mitteilte. Auch das [[Ministerium für Verkehrswesen]] war bereit, neben dem [[1. FC Lokomotive Leipzig]] eine zweite [[DDR-Oberliga]]-Mannschaft zu finanzieren. In einem internen Machtkampf der Politbonzen setzte sich am Ende jedoch [[Erich Mielke]] mit seiner [[Stasi]]-Mannschaft SG Dynamo Dresden durch. Dynamo-Clubchef wurde der ehemalige FSV-Geschäftsführer [[Wolfgang Hänel]]. Als erster FSVer musste Stürmer [[Eduard Geyer]] zur SGD wechseln.
[[Kategorie:Sportverein]]