FV Dresden 06 Laubegast – DSC (09.11.2025)
Im sechsten Auswärtsspiel der Saison 2025/2026 in der Landesliga Sachsen trat der DSC zum Dresdner Stadtderby beim FV Dresden 06 Laubegast an.
Nach dem Auftakt der Dresdner Stadtduelle im November – am vorletzten Samstag gegen die SG Dynamo Dresden II – stand nun bereits das nächste Duell auf dem Programm. Der DSC gastierte beim FV Dresden 06 Laubegast. Anstoß war um 14 Uhr im Stadion an der Steirischen Straße.
Die Laubegaster belegten mit elf Punkten den 10. Platz in der Landesliga Sachsen. Drei Punkte wurden dem Team jedoch wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen. Ohne diesen Abzug läge die Mannschaft von Trainer Paul Seifert punktgleich mit dem DSC, dank des besseren Torverhältnisses auf Rang 9.
In der bisherigen Saison zeigten sich die 06er sowohl zu Hause als auch auswärts mit jeweils zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen ausgeglichen. Ihre beiden Heimsiege feierten sie gleich zum Saisonstart mit jeweils 3:0 gegen Pirna-Copitz und Tanne Thalheim. Danach folgten zwei Niederlagen auf eigenem Platz gegen die starken Teams von SG Taucha (1:2) und Stahl Riesa (3:4), ehe zuletzt gegen Lipsia Leipzig ein 1:1-Unentschieden gelang.
Am vergangenen Wochenende sorgte Laubegast für eine Überraschung, als der Tabellenzweite Handwerk Rabenstein mit 4:2 besiegt wurde. Bester Torschütze der Gastgeber war Christoph Am Ende, der bislang fünf der insgesamt 25 Laubegaster Treffer erzielte. Dem standen 17 Gegentore gegenüber.
In der vergangenen Saison hatte der DSC gegen Laubegast zweimal das Nachsehen. Zur Eröffnung des Heinz-Steyer-Stadions gab es ein 0:1, im Rückspiel setzte sich der FV 06 mit 2:0 durch. Bei den Schwarz-Roten fehlte Marvin Longoria Peña, der im letzten Spiel die Gelb-Rote Karte sah.
Inhaltsverzeichnis
Spielstatistik[Bearbeiten]
| Begegnung | |
| Ergebnis | 2:0 (0:0) |
| Datum | Sonntag, 9. November 2025 14:00 Uhr |
| Wettbewerb | Landesliga Sachsen 11. Spieltag 2025/2026 |
| Sportstätte | Stadion an der Steirischen Straße in Dresden 201 Zuschauer (darunter ca. 100 DSCer) |
| Schiedsrichter | Jonas Ebert (Pirna, VfL Pirna-Copitz 07) Assistenten: Christopher Gentz (Pirna, SC Freital), Daniel Grader (Hoyerswerda, Hoyerswerdaer FC) |
| FV Dresden 06 Laubegast | 22 Fabian Vogel – 17 Martin Riemer, 6 Ramon Gleitz (9 Jannis Lempe, 64.), 14 Tommy Klotke © (69 Felix Wappler, 90. + 3), 33 Oliver Merkel – 8 Roberto Oehmig (16 Philipp Wappler, 64.), 3 Marc Seifert, 19 Arthur Kaplan, 10 Louis Höft – 7 Tim Pohle (24 Colin Müller, 90. + 3), 37 Leandro Geißler (29 Christoph Am Ende, 64.) – Nicht eingesetzt: 1 Lucas Reichel Trainer: Paul Seifert Co-Trainer: Frank Paulus Betreuer: Werner Schönert |
| Dresdner SC | 1 Marius Kuhl – 19 Farai Elmadbouk, 18 Benno Sternhagen, 8 Paul Augustin, 5 Long Nguyen, 12 Emil Günther – 11 Emilio Rau (17 Kevin Groth, 90.), 73 Pascal Schickor, 10 Dzenan Hot © – 9 Lucas Danz, 91 Kevin Urbanek (74 Maxim Lehmann, 76.) – Nicht eingesetzt: 4 Justin Börner, 7 Adib Al Akied, 25 Pierre Scheiblich, 76 Moritz Eggert, 77 Marcelo Goncalves Franco Trainer: André Heinisch Co-Trainer: Yannick Jüptner, Christopher Kürth, Nick Nowack Betreuer: Enrico Rinke |
| Tore | |
| Gelbe Karten | |
| Rote Karten |
Spielbericht[Bearbeiten]
Der Dresdner SC blieb im Dresdner Stadtderby beim FV Dresden 06 Laubegast leider ohne Punkte. In einer lange ausgeglichenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten sorgte eine wilde Schlussphase für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber. Vor 201 Zuschauern im Stadion an der Steirischen Straße verlor der Sport-Club mit 2:0.
Schon früh erspielten sich beide Mannschaften gute Gelegenheiten. Die erste Großchance gehörte dem DSC: Nach einem Steckpass in den Lauf war Kevin Urbanek frei durch, scheiterte jedoch am stark reagierenden Laubegaster Keeper Fabian Vogel (12.). Auch wenig später war Urbanek dem Führungstreffer ganz nah, doch aus zentraler Position schoss er freistehend über das leere Tor – die beste Möglichkeit des Spiels (36.). Auf der Gegenseite blieb Laubegast über die rechte Seite gefährlich, verpasste aber den Abschluss oder fand in der DSC-Defensive und Torwart Marius Kuhl ihren Meister. So ging es nach Chancen auf beiden Seiten torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein taktisch geprägtes Duell mit mehr Ballbesitz für die Gastgeber, die jedoch kaum zwingend wurden. Der DSC verteidigte aufmerksam und lauerte auf Kontersituationen. Ein von Roberto Oehmig angesetzter Heber verpasste den langen Pfosten nur knapp (61.). Insgesamt deutete in dieser Phase wenig auf Tore hin. Doch die Schlussminuten hatten es in sich: In der 84. Minute wurde Farai Elmadbouk bei einem Konter gefoult, reagierte jedoch unglücklich über und sah für ein versuchtes Nachtreten die Rote Karte. Kurz darauf jubelte der DSC trotz Unterzahl über den vermeintlichen Führungstreffer – doch dieser wurde wegen eines Handspiels zurückgepfiffen (86.).
In der 88. Minute entschied dann eine äußerst strittige Szene: Nach einem Einsatz von Kuhl gegen den Ball fiel der Laubegaster Angreifer über den DSC-Keeper – Elfmeter für Laubegast, während Paul Augustin zusätzlich wegen Schiedsrichterbeleidigung ebenfalls Rot sah. Philipp Wappler verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0 (89.). In doppelter Unterzahl versuchte der DSC noch einmal alles, kassierte aber in der Nachspielzeit das 2:0 durch einen sehenswerten Schlenzer von Christoph Am Ende (90. + 2).
Der Dresdner SC zeigte über weite Strecken eine ordentliche Leistung und hatte selbst einige hervorragende Chancen, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Nach der umkämpften Partie ging der Blick nun auf die wichtige Aufgabe am kommenden Wochenende, wenn es um den Einzug ins Viertelfinale des Sachsenpokals geht.
Stimmen[Bearbeiten]
André Heinisch: "Beide roten Karten waren berechtigt, da Nachtreten und Schiedsrichter-Beleidigung so geahndet werden. Damit machen wir uns das Leben schwer und verlieren, nachdem wir die Partie lange Zeit offen gehalten und uns drei, vier klare Chancen erspielt hatten."
Paul Seifert: "Wir waren die bessere Mannschaft, machen aber wie schon die gesamte Saison lange Zeit die Tore nicht. Am Ende ein später, aber verdienter Derbysieg."