67.963
Bearbeitungen
Änderungen
→1940er Jahre
Im [[Olympiastadion Berlin|Berliner Olympiastadion]] werden die DSC-Fußballer mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen den [[1. FC Nürnberg]] am [[1. Dezember]] [[1940]] erstmals [[DFB-Pokal|Deutscher Pokalsieger]].
'''16. März 1941'''
Am [[16. März]] [[1941]] besiegt der DSC als Deutscher Pokalsieger 1940 den zu einem Herausforderungskampf extra eingeladenen Deutschen Meister [[FC Schalke 04]] mit 4:2 vor 40.000 Zuschauern im DSC-Stadion und wird somit erster [[Fußball-Supercup|Superpokalsieger]] des deutschen Fußballs.
'''1941'''
'''2. November 1941'''
Mit einem 2:1 gegen den [[FC Schalke 04]] verteidigen die DSC-Fußballer am [[2. November]] [[1941]] im Berliner Olympiastadion den Pokal und dürfen sich in der Folge bis 1962 DFB-Rekordpokalsieger nennen. Bereits bei Kriegsbeginn 1939 war ein halbes Dutzend DSC-Stammspieler von der Wehrmacht eingezogen worden. Nach diesem Triumph aber wird der Großteil der Stammelf an die Front berufen. In einigen Spielen muss der DSC fortan sogar mit seiner Juniorenmannschaft antreten. Die DSC-Kicker hatten sich nicht von den Nazis vereinnahmen lassen. Sie wurden erfolglos zum Eintritt in die NSDAP und teilweise SS gedrängt. Und dies sollte kurzfristige Folgen haben. "Hat der DSC auf seine Reserven und seinen Nachwuchs genügend Wert gelegt?", fragt die Presse damals. DSC-Vereinsführer [[Alwin Weinhold]] antwortet direkt im [[Kicker]]: "Die Reserven stehen jetzt aus zeitbedingten Gründen nicht zur Verfügung. Genannt wird vielfach die Bombenbesetzung bei Schalke 04, das fast in friedensmäßiger Besetzung spielt. Den DSC kümmert dies nicht. Wenn der DSC sechs Stammspieler abgegeben hat und dafür drei Gastspieler erhalten hat, so liegt wohl kein Grund vor, zu behaupten, er habe nur durch die Gastspieler seine Erfolge der letzten Zeit erreicht. Ab November 1941 mußten dann [[Willibald Kreß|Kreß]], [[Herbert Pohl|Pohl]], [[Walter Dzur|Dzur]], [[Helmut Schubert|Schubert]] und [[Emanuel Boczek|Boczek]] an die Front, [[Karl Miller|Miller]] und [[Gustav Carstens|Carstens]] wechselten als Gastspieler die Standorte und durften laut [[Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen|NSRL]] nicht mehr für den DSC spielen. Damit standen mit [[Helmut Schön|Schön]], [[Heinz Kugler|Kugler]], [[Walter Kreisch|Kreisch]] und [[Heinz Hempel|Hempel]] nur noch vier Stammspieler zur Verfügung. Zuletzt sei noch vermerkt, daß [[Heinrich Schaffer|Schaffer]] operiert wurde und verletzungsbedingt nicht einsatzbereit war. So gilt es nun, auf die Reserven und den Nachwuchs zurückzugreifen und eine neue Mannschaft aufzubauen. Und wo sind diese Reserven? Sämtliche Spieler unserer Reservemannschaft, mit Ausnahme von Heinlein, befinden sich ebenfalls im Wehrmachtsdienst. So blieb nur der Rückgriff auf die Jugendmannschaft, was besonderer Genehmigungen bedurfte. Zwei wurden eingesetzt, einer war verletzt, drei Gastspieler erhielten von der Luftwafffe keine Spielgenehmigung."
'''19. April 1942'''