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Zur Sorge

1.693 Bytes hinzugefügt, 00:46, 22. Mär. 2023
DSC-Vereinslokal
[[Datei:Restaurant-Zur-Sorge-Dresden.jpg|500px|mini|rechts|Restaurant "Zur Sorge" als Postkartenmotiv 1907]]
'''Zur Sorge''' war eine [[Dresden|Dresdner]] Gaststätte an der [[Nossener Brücke]] im Stadtteil [[Südvorstadt]] nahe [[Löbtau]], das von die vom [[4. September]] [[1904]] bis zum [[31. März]] [[1912]] als Vereinslokal und Sportheim des [[Dresdner SC]] genutzt wurde.
Damaliger Inhaber der Lokalität war [[Georg Hoppert]], Datei:Sportplatz-Nossener-Bruecke-Stadtplan-Dresden-1911.png|500px|mini|rechts|Lage der somit als Vereinswirt angesehen wurde. Das direkt hinter dem Gasthaus liegende DSC-Gelände verfügte über zwei große Spielfelder "Sorge" und des Sportplatzes an der Nossener Brücke (Flurstücke 481) im Lokal über einen großzügigen Umkleideraum mit Waschgelegenheit. Die beiden Plätze wurden anfangs für eine Jahresmiete von 2000 Mark gepachtet. Später wurde die Summe auf ungefähr die Hälfte vermindert. Georg Hoppert stellte dem DSC gratis seine Kegelbahn und einen ehemaligen und nun umgebauten Ziegenstall als Räumlichkeiten zur Verfügung. Im Freien stand zudem eine Wasserpumpe.Dresdner Stadtplan 1911]]
Das Gasthaus mit der Adresse ''Am Weißeritzmühlgraben 12'' wurde vor dem 17. Jahrhundert als Wirtschaftshof angelegt und entwickelte sich um [[1900]] zu einem beliebten Ausflugslokal. [[1926]] schloss die Gastwirtschaft im Zusammenhang mit Baumaßnahmen in der Umgebung ihre Pforten. [[1945]] wurde das Gebäude zerstört.== DSC-Vereinslokal ==
Der spätere und letzte Vereinsführer [[Alwin Weinhold]] brachte schon [[1928Datei:Neue-Sorge.png|300px|mini|rechts|Karikatur über das DSC-Vereinslokal Zur Sorge mit Vereinswirt Georg Hoppert im Programmheft zum Tag der Alten Herren im DSC 1938]] die Erinnerung an seine Jugendzeit zu Papier:
Dort in Damaliger Inhaber der Lokalität war [[Georg Hoppert]], der somit als Vereinswirt angesehen wurde. Das direkt hinter dem Gasthaus liegende [[DSC-Sportplatz an der Nossener Brücke|DSC-Gelände]] – das Areal südlich der [[Nossener Brücke]] zwischen der heutigen [[Fabrikstraße]] und den Gleisanlagen – verfügte über drei Spielfelder und im Lokal über einen großzügigen Umkleideraum mit Waschgelegenheit. Die Plätze wurden anfangs für eine Jahresmiete von 2.000 Mark gepachtet. Später wurde die Summe auf ungefähr die Hälfte vermindert. Georg Hoppert stellte dem DSC gratis seine Kegelbahn und einen ehemaligen und nun umgebauten Ziegenstall als Räumlichkeiten zur Verfügung. Im Freien stand zudem eine Wasserpumpe. == Chronik == Das Gasthaus mit der Adresse ''Am Weißeritzmühlgraben 12'' wurde vor dem Restaurant "Zur Sorge" gab17. Jahrhundert als Wirtschaftshof angelegt. Um 1700 war der Dresdner Zeughauptmann Johann Gottfried Schmidt Eigentümer des Grundstücks. Im 19. Jahrhundert gehörte das Grundstück zu ''Schlotters Gut''s keine Sorgean der heutigen Zwickauer Straße. Dort herrschte immer fröhliches Leben Nach [[1850]] wurden einige Gebäude abgerissen und es verging kaum ein Sonntagentstand schließlich das auch '''Neue Sorge''' genannte Gasthaus in einem früheren Nebengebäude – mit Kegelbahn und Biergarten. Es entwickelte sich um [[1900]] zu einem beliebten Ausflugslokal. [[1926]] schloss die Gastwirtschaft im Zusammenhang mit Baumaßnahmen in der Umgebung ihre Pforten, an als am Weißeritzmühlgraben kein Durchgangsverkehr mehr möglich war. [[1945]] wurde das historische Gemäuer ebenso wie das '''Alte Sorge''' genannte Ökonomiegebäude zerstört. Auf dem nicht alten Grundriss des Gasthauses entstand später ein fröhlicher Kommers gestiegen wäreWohngebäude.
[[Datei:Restaurant-Zur-Sorge-Dresden-1910.jpg|500px|mini|ohne|Restaurant "Zur Sorge" als Postkartenmotiv um 1910]]
 
== Mythos "Sorge" ==
 
Der spätere und letzte [[Präsidenten|DSC-Vereinsführer]] [[Alwin Weinhold]] brachte schon [[1928]] die Erinnerung an seine Jugendzeit zu Papier:
 
"Dort in dem Restaurant 'Zur Sorge' gab's keine Sorge. Dort herrschte immer fröhliches Leben und es verging kaum ein Sonntag, an dem nicht ein fröhlicher Kommers gestiegen wäre."
 
Zwischen dem [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war es bei den treuen DSC-Fans sehr hoch angesehen, wenn man von sich behaupten konnte, ''"schon bei den Spielen in der Sorge dabei gewesen"'' zu sein. Viele DSCer verklärten später die Zeit an der Nossener Brücke. Dies erscheint aus heutiger Sicht aber folgerichtig, denn schließlich erlebte der DSC hier seine erste große Blüte verbunden mit einem enormen Vereinswachstum.
[[Kategorie:Gaststätte]]