DSC – VfB Empor Glauchau (29.03.2025)

Aus DSC-Archiv.de
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Im vierten Heimspiel des Jahres 2025 in der Landesliga Sachsen empfing der DSC den VfB Empor Glauchau aus dem Landkreis Zwickau.

Am Samstag wartete auf den Dresdner SC in der Landesliga Sachsen die nächste schwere Begegnung: Zu Gast war der Tabellenführer VfB Empor Glauchau, der alle seine fünf Pflichtspiele im Jahr 2025 gewinnen konnte. Das Spiel gegen den Halbfinalisten im Landespokal fand um 15 Uhr im Heinz-Steyer-Stadion statt.

Am vergangenen Spieltag konnte sich Glauchau durch einen 0:4-Erfolg beim ESV Lok Zwickau die Tabellenführung zurückerobern. 40 Punkte hatte der VfB bisher geholt und stellte mit 47:17 Toren die beste Defensive und zweitbeste Offensive der Sachsenliga. Bester Torschütze mit neun Treffern war Lucien Hertel.

Die ersten vier Punktspiele in diesem Jahr konnte die Mannschaft von Trainer Nico Quade mit 9:1 Toren gewinnen. Damit wurden die letzten sieben Pflichtspiele gewonnen, die letzte Niederlage gab es am 20. November 2024 beim 1:2 gegen den FV Dresden 06 Laubegast. Die Revanche gegen die Ost-Dresdner gelang jedoch am letzten Wochenende.

Im Viertelfinale des Landespokals Sachsen wurden die Laubegaster mit 3:2 nach Verlängerung besiegt und damit das Halbfinale erreicht. In diesem wartet Drittligist FC Erzgebirge Aue auf die Glauchauer. Nach einem Freilos in der 1. Hauptrunde wurde in der nächsten Runde Landesklassist SG Motor Wilsdruff mit 1:2 besiegt. Es folgte ein 0:6-Erfolg bei Kreisoberligist FSV Kemnitz. Im Achtelfinale folgte das erste Highlight, als der FSV Zwickau zu Gast in Glauchau war. Mit 2:1 wurde der Regionalligist besiegt.

Das Hinspiel, welches kurzfristig in Glauchau ausgetragen werden musste, endete mit einem knappen Sieg des VfB. Kevin Urbanek brachte die Dresdner in Führung, doch nach einer roten Karte für Bodo Zeiler mussten die Dresdner fast eine Stunde in Unterzahl spielen. In der zweiten Halbzeit kam der VfB durch Hertel zum Ausgleich und in der 85. Minute durch Sieber zum Sieg.

Fehlen musste beim DSC erneut Ali Akuev. Der Winter-Neuzugang wurde nach seiner roten Karte im Spiel gegen die BSG Stahl Riesa für vier Spiele gesperrt. Damit setzte Akuev an diesem Wochenende das letzte Mal aus.

Spielstatistik

Begegnung DSC-Vereinslogo-2014.png Dresdner SC – Vereinslogo-VfB-Empor-Glauchau.png VfB Empor Glauchau
Ergebnis 1:3 (0:1)
Datum Samstag, 29. März 2025
15:00 Uhr
Wettbewerb Landesliga Sachsen
20. Spieltag 2024/2025
Sportstätte Heinz-Steyer-Stadion in Dresden
214 Zuschauer
Schiedsrichter Christoph Herrich-Chursin (Dresden, SG Motor Wilsdruff)
Assistenten: Jonas Ebert (Pirna, VfL Pirna-Copitz 07), Daniel Grader (Hoyerswerda, Hoyerswerdaer FC)
Dresdner SC 12 Richard Beulke – 14 Farai Elmadbouk (22 Marvin Longoria Peña, 79.), 16 Yannick Jüptner (32 Roko Lučić-Jozak, 62.), 18 Toni Telle, 5 Long Nguyen, 7 Adib Al Akied (13 Pjer Lučić-Jozak, 28.) – 10 Dzenan Hot ©, 41 Timon Weigel (91 Kevin Urbanek, 46.), 8 Paul Augustin (19 Bodo Zeiler, 46.) – 20 Robert Roch, 17 Kevin Groth – Nicht eingesetzt: 66 Moritz Eggert, 73 Omar Megueni
Trainer: André Heinisch
Co-Trainer: Christopher Kürth, Nick Nowack
Betreuer: Enrico Rinke
VfB Empor Glauchau 1 Niclas Wiener – 23 Fabien Bochmann, 20 Florian Hähnel, 31 Marcin Sieber, 7 Marian Albustin – 22 Louis Gaida (3 Pascal Degel, 79.), 16 Marius Bernhardt, 27 Raphael Börner (2 Tim Bernert, 90. + 1), 8 Domenic Knoll (19 Colin Ullmann, 74.) – 10 Jonas Mack © (9 Riccardo Gläser, 69.), 11 Lucien Hertel (14 Tim Seidel, 85.) – Nicht eingesetzt: 4 Chris Werler, 17 Dominik Reissig
Trainer: Nico Quade
Co-Trainer: Benjamin Brückner
Betreuer: Marko Schlimper, Jens Schmiedel
Tore Fussball.png 0:1 Domenic Knoll (19.)
Fussball.png 0:2 Florian Hähnel (59.)
Fussball.png 1:2 Roko Lučić-Jozak (71.)
Fussball.png 1:3 Lucien Hertel (77.)
Gelbe Karten Gelbe-Karte.png Paul Augustin (38.)
Gelbe-Karte.png Long Nguyen (50.)
Gelbe-Karte.png André Heinisch (81.)
Besonderes Vorkommnis Richard Beulke hält Handelfmeter von Domenic Knoll (8.)

Spielbericht

Gegen den Spitzenreiter VfB Empor Glauchau musste der DSC eine verdiente 1:3-Niederlage hinnehmen. Einem von DSC-Keeper Richard Beulke gehaltenen Elfmeter folgt dennoch in Hälfte eins das Führungstor für die Gäste. Nach einer Stunde erhöhten diese auf 0:2. Dem DSC gelang durch Roko Lučić-Jozak nach 71 Minuten der Anschlusstreffer, doch kurz darauf sorgte Glauchau für die Entscheidung und das 1:3-Endergebnis.

Das DSC-Trainergespann aus André Heinisch und Christopher Kürth konnte nahezu aus dem Vollen schöpfen, was den Kader angeht. Doch die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gästen aus Glauchau. Nach vier Minuten hielt Beulke im DSC-Tor den ersten Abschluss der Gäste sicher, doch es ging direkt weiter. Nach einer Ecke von Domenic Knoll kam Marcin Sieber zum Kopfball, setzte diesen aber ein Stück neben das Tor. In der 6. Spielminute sorgte dann ein Seitenwechsel auf links für einen ganz freien Knoll, der nach innen flankte, wo Jonas Mack volley abschloss und Long Nguyen traf. Der im Strafraum aufspringende Ball traf dann Nguyen, der durch den Abschuss das Gleichgewicht verlor und zu Boden ging. Dort ging der Nachschuss von Mack an die Hand des DSC-Verteidigers. Folgerichtig gab es einen unglücklichen Elfmeter für die Gäste, den Beulke jedoch stark parierte und das Tor vorerst weiter sauber hielt. Doch dies änderte sich nach 19 Minuten: Nach einem Einwurf der Gäste stimmte beim DSC die Zuteilung nicht und Fabien Bochmann konnte sich drehen und eine schöne Flanke in Richtung linke Seite bringen. Dort nahm Knoll das Leder hervorragend an und schloss sofort flach ins lange Eck ab – Beulke war machtlos und es stand 0:1 für die Gäste.

Nach einer knappen halbe Stunde flog eine VfB-Ecke gefährlich in Richtung zweiter Pfosten, wo Sieber jedoch aus spitzem Winkel nur noch vorbeiköpfen konnte. Der verletzte Adib Al Akied musste dann beim DSC vom Feld. Für ihn kam Pjer Lučić-Jozak ins Spiel. Er rückte ins Zentrum. Timon Weigel ging dafür auf die linke Seite. Es folgte die erste DSC-Möglichkeit nach 32 Minuten: Der DSC befreite sich von der linken Seite über Kevin Groth und Pjer Lučić-Jozak nach rechts zu Farai Elmadbouk. Dieser zog nach innen und schloss aus 19 Metern Torentfernung über das Tor ab. Kurz darauf wurde ein Ball schön auf Elmadbouk durchgesteckt und es war gegen den kompakt verteidigenden Spitzenreiter endlich mal Raum da für die Friedrichstädter. Elmadbouk chippte den Ball nach innen, doch dort fand das Zuspiel keinen Abnehmer. Die letzte Aktion der ersten Hälfte hatte dann Glauchau vorzuweisen: Eine Eingabe von der linken Seite konnte Bochmann hinter dem langen Pfosten erreichen, aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz des Tores treffen.

Beim DSC kamen zur Halbzeitpause Bodo Zeiler und Kevin Urbanek für Paul Augustin und Weigel ins Spiel, was zu einigen Verschiebungen in der Aufstellung führte. Urbanek rückte auf die Bahn, während Zeiler auf die Sechs ging, sodass Hot in den Sturm vorrückte. Die Startphase der zweiten Hälfte verlief ruhig. Der DSC stand defensiv stabiler, konnte aber offensiv auch keine Akzente setzen. Die erste richtige Möglichkeit hatten dann erneut die Gäste und nutzten diese direkt. Nach einem Freistoß von der linken Seite, den die Gäste kurz ausspielten, kam Knoll zur Flanke, welche Florian Hähnel ohne richtige Bedrängnis problemlos aus Nahdistanz einköpfen konnte. Doch der DSC zeigte noch einmal eine Reaktion. Ein Freistoß von Bodo Zeiler von halbrechts gelang mustergültig auf den Kopf vom kurz zuvor eingewechselten Roko Lučić-Jozak, der diesen wunderbar ins lange Toreck verlängerte. Zwanzig Minuten vor Spielende keimte also noch einmal Hoffnung auf, doch sechs Minuten später machte der VfB diese wieder zunichte. Ein langer Freistoß aus der eigenen Hälfte landete bei Hertel am linken Rand des Strafraums in Nähe der Grundlinie. Der DSC agierte hier viel zu zaghaft, ließ Hertel im Strafraum zum Schuss kommen. Dieser wurde vom Fuß von Zeiler unhaltbar ins kurze Toreck abgefälscht. Das Tor entschied das Spiel und nahm der Schlussphase jegliche Spannung und Angriffsbemühungen. Ein letzter Konter für Glauchau in der Nachspielzeit war noch erwähnenswert, doch Pjer Lučić-Jozak rettete bei der Eingabe vors Tor.

Der DSC verlor verdient gegen den gut aufspielenden Spitzenreiter aus Glauchau, zeigte sich insgesamt und in den spielentscheidenden Situationen zu passiv, um Punkte ergattern zu können. Am kommenden Wochenende haben die Rothemden aufgrund des Rückzugs des FC 1910 Lößnitz spielfrei, ehe es dann beim FSV Motor Marienberg in einem ganz wichtigen Auswärtsspiel weitergeht.

Stimme

André Heinisch: "Der Tabellenführer war eine Klasse besser, ist sehr robust und athletisch aufgetreten. Wir hatten vor der Pause kaum etwas entgegenzusetzen. In der zweiten Hälfte waren wir besser im Spiel, bekommen aber viel zu leicht die Gegentore. Glauchau steht zu Recht an der Tabellenspitze."

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