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→Neugründung 1990
[[Datei:Vereinslogo-Dresdner-SC-1898.png|150px|mini|rechts|DSC-Vereinslogo bis zum 27. November 2014]]
Im Zuge der politischen Wende in der [[DDR ]] konnte am [[31. März ]] [[1990 ]] die Neugründung des DSC zunächst als Interessengemeinschaft vorgenommen werden. Der Clubvorstand des [[SC Einheit Dresden ]] beschloss in seiner Vorstandssitzung am [[19. April ]] 1990 schließlich die Umwandlung in einen eingetragenen Verein und die Umbenennung des SC Sportclub Einheit Dresden in [[Dresdner SC Sportclub 1898 e. V.]] durch Annahme einer entsprechenden [[Vereinssatzung]]. Die zehn [[Abteilungen ]] des neuen DSC waren vorerst [[Abteilung Fechten|Fechten]], [[Abteilung Gewichtheben|Gewichtheben]], [[Abteilung Kanu|Kanu]], [[Abteilung Leichtathletik|Leichtathletik]], [[Abteilung Rudern|Rudern]], [[Abteilung Schwimmen|Schwimmen]], [[Abteilung Turnen|Turnen ]] und [[Abteilung Wasserspringen |Wasserspringen]] sowie neu [[Abteilung Radsport |Radsport]] und [[Abteilung Volleyball|Volleyball]]. Die Gründung der Abteilung Volleyball wurde erst in dieser Sitzung auf Antrag des Vorstands des [[Deutscher Sportverband Volleyball|Deutschen Sportverbandes Volleyball der DDR (DSVB) ]] beschlossen. Somit war es nun endlich möglich, das schon seit [[1968 ]] ersehnte Leistungszentrum für Frauen-Volleyball auch in Dresden aufzubauen. Bedingt durch die Auflösung einiger Mannschaften durfte das neue [[Frauen-Volleyballmannschaft 1990/1991|Dresdner Team 1990/1991 ]] als fünftes DDR-Leistungssportzentrum für Volleyball auf Anhieb in der nur noch aus sieben Vereinen bestehenden [[DDR-Frauen-Volleyball-Oberliga|DDR-Oberliga]], später Oberliga Ost, starten.
Nicht mehr dabei waren schon seit [[1989 ]] [[Sektion Eiskunstlauf |Eiskunstlauf]] und [[Sektion Eisschnellauf|Eisschnelllauf]]. Denn infolge eines [[DTSB]]-Beschlusses wurden noch vor dem Mauerfall in den DDR-Sportclubs die Sommer- und Wintersportarten voneinander separiert, was am [[28. Oktober ]] [[1989 ]] zur Abspaltung vom SC Einheit Dresden und Gründung des [[ESC Dresden |Eissportclubs Dresden]] führte. Nicht neu eingetretene Beitrittskandidaten waren [[Bogenschießen]], [[Kegeln]], [[Schach]], [[Tischtennis ]] und [[Triathlon]]. [[Günter Mauckisch ]] als letzter [[Präsidenten|Clubvorsitzender ]] des SC Einheit Dresden wurde durch die Umbenennung automatisch auch erster Vorstandsvorsitzender des DSC 1898.
Die [[FSV Lokomotive Dresden ]] trat mit all ihren 21 [[Fußballmannschaften ]] am [[7. Juni ]] 1990 dem DSC als neue [[Abteilung Fußball ]] bei. [[Lothar Müller]], treibende Kraft der DSC-Neugründung, wurde erster Fußball-Abteilungsleiter. Am gleichen Tag erhielt der Dresdner SC 1898 mit der Eintragung in das Vereinsregister das Kürzel e. V. Im Herbst [[1991 ]] sollten dann noch die Fußballerinnen des [[SV TuR Dresden ]] (bis [[8. Mai ]] 1990 [[BSG Motor TuR Dresden-Übigau]], danach bis 1991 [[SV Motor TuR Dresden-Übigau]]) zum DSC wechseln. Diese Frauenmannschaft ging auf die im Frühjahr [[1968 ]] im [[Sportpark Ostragehege ]] gegründete [[BSG Empor Dresden-Mitte ]] zurück, welche die erste verbandsseitig anerkannte [[Frauenmannschaft|Frauenfußballmannschaft ]] Gesamt-Deutschlands war.
"Sport-Dresden erlebte Wiedergeburt des DSC" war auf der Titelseite der [[Sächsische Zeitung|Sächsischen Zeitung ]] vom [[11. Juni ]] 1990 zu lesen. Die Neugründung des Dresdner SC wurde am Wochenende des [[9. Juni|9. ]] und [[10. Juni ]] 1990 groß gefeiert. Im [[Heinz-Steyer-Stadion ]] und im gesamten [[Sportpark Ostragehege ]] war an beiden Tagen jeweils zwischen 9 und 18 Uhr einiges geboten. "Auf ins Ostragehege, dort ist was los!" titelte die [[SZ]]. So etwa das 1. DSC-Nachwuchs-Leichtathletik-Sportfest mit 700 aktiven Sportlern (heutiges [[DSC-Jugendmeeting Leichtathletik]]), Rhönrad- und Karate-Vorführungen, Talkrunden der Dresdner Sportprominenz, Demonstrationskämpfe in der [[Fechthalle im Sportpark Ostragehege|DSC-Fechthalle]], eine Turnparade, Fitnesskurse der Gewichtheber, Trampolinspringen und Rollschuhlauf-Wettbewerbe. Es herrschte ein buntes Markttreiben. Mit dem Erwerb eines Programms war man außerdem an einer Tombola beteiligt. Hauptpreis war ein bereits angesparter Bausparvertrag bei der Raiffeisenbank.
Die DSC-[[Fußball]]-Premiere nach 40 Jahren war der [[F-Junioren|F-Jugend ]] vorbehalten. Am Samstag, den 9. Juni 1990 fand an der [[Pieschener Allee ]] 21 von 9 bis 14 Uhr das erste [[DSC-Miniturnier ]] statt. Turniersieger wurde die [[BSG Lufttechnische Anlagen Dresden|BSG LTA Dresden ]] vor dem [[Chemnitzer FC]], dem [[1. FC Dynamo Dresden]], [[Hertha BSC ]] und der [[BSG Fortschritt Bischofswerda]]. Sechster und somit Letzter in diesem starken Teilnehmerfeld wurden die DSC-Jüngsten. Am Sonntag, den 10. Juni 1990 fand im Ostragehege dann noch einmal das seit [[1972 ]] ausgetragene traditionsreiche [[Knabenturnier der FSV Lok|Knabenturnier um die Silberne Lok ]] mit zwölf teilnehmenden Mannschaften statt. Das Finale gewann die [[SG Dynamo Heide Dresden ]] (heute [[SC Borea Dresden]]) gegen den [[FC Grün-Weiß Leipzig ]] (ehemals [[BSG Chemie Leipzig]]) mit 3:1. Die Partie um den 3. Platz gewann der 1. FC Dynamo Dresden mit 5:0 gegen den Gastgeber DSC. Auch im Spiel um den 5. Platz setzte sich mit der [[BSG Empor Tabak Dresden ]] ein Lokalvertreter durch, welcher die [[BSG Stahl Riesa ]] mit 2:0 schlug. Am Sonntag trat um 13:15 Uhr zudem die Prominenten-Auswahl "Kunst-Kultur-Sport" (u. a. mit Fußball-Legende Hans-Jürgen Kreische, Schlagersänger Frank Schöbel, TV-Moderator Hans-Joachim Wolfram und Gewichtheber-Legende [[Peter Wenzel]]) unter Leitung des Schiedsrichters Edgar Külow (bekannter Schauspieler in der DDR) gegen eine Dresdner Sportjournalisten-Auswahl an und gewann mit 2:0. Die Treffer markierten DSC-Schwimm-Legende [[Dirk Richter ]] und der ehemalige Fußball-Torwart Bernd Jakubowski. Anschließend absolvierte die [[1. Mannschaft|1. Männermannschaft ]] um 15 Uhr ihr erstes Fußballspiel. Es wurde ebenfalls im Heinz-Steyer-Stadion gegen eine Stadtauswahl aus [[Wiesbaden]]-[[Biebrich ]] mit 4:0 gewonnen.
[[Datei:Fahnenweihe-10-06-1990.jpg|300px|mini|rechts|Fahnenweihe des Dresdner SC 1898 am 10. Juni 1990 im Heinz-Steyer-Stadion]]