Der Nachdem die spannende Wendezeit in der [[DDR]] zur '''Neugründung 1990''' führte, feierte der [[Dresdner SC]] feierte am Wochenende des [[9. Juni|9.]] und [[10. Juni]] [[1990]] mit einem zweitägigen großen Gründungsfest im [[Sportpark Ostragehege]] in [[Dresden]] seine Wiederauferstehung nach 45 Jahren. Die spannende Wendezeit in der [[DDR]] führte zur '''Neugründung 1990.'''
== Traditionslinie vom alten zum neuen DSC ==
Doch zunächst ein ausführlicher Blick auf die Traditionslinie vom alten zum neuen [[Datei:DSC: Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 war sämtlichen deutschen Sportvereinen jegliche Betätigung verboten. Am 30-Vereinsregisterauszug-1946. Mai 1945 wurde png|400px|mini|rechts|Schlussvermerk unter der Nummer 243 (Dresdner SC durch die neue Stadtverwaltung Dresdens enteignet, am 30Sport-Club e. Juni 1945 formal aufgelöstV. Letzter Schritt war ) im Oktober 1946 die Löschung aller Dresdner Sportvereine aus dem Vereinsregister. Beim DSC erfolgte die Löschung am VR des AG Dresden: "17. Oktober 1946. Die letzte bedeutende Partie : Der Verein wird auf Antrag des alten DSC fand am 31Polizeipräsidenten zu Dresden vom 22. Dezember 1944 statt: Mit einem 6:0 gegen den TV 1846 Meißen wurden die Rothemden Dresdner Bezirksmeister 1944/1945August 1946 als der zuständigen Verwaltungsbehörde gemäß der Rundverfügung Nr. Die für das Frühjahr 1945 geplante Endrunde 216 der vier Bezirksmeister aus Chemnitz (Chemnitzer BC 1933), Dresden, Leipzig (VfB Leipzig) und Zwickau (Planitzer SC) um die sächsische Gaumeisterschaft konnte wegen des Zweiten Weltkriegs nicht mehr ausgetragen werdenLandesverwaltung Sachsen – Justiz – IV J 3 A 60e/46 vom 23. Der Sieger wäre für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert gewesen. Doch die reichsweiten Wettbewerbe im deutschen Sport wurden bereits zum 1Mai 1946 gelöscht. August 1944 unterbrochen, sodass keine Endrundenspiele mehr terminiert warenZosel."]]
An Doch zunächst ein ausführlicher Blick auf die Stelle Traditionslinie vom alten zum neuen DSC: Mit der Sportvereine traten 1945 in bedingungslosen Kapitulation der sowjetischen Besatzungszone zunächst an einen Ort oder Stadtteil gebundene Sportgruppen. Die SG Friedrichstadt wurde bereits deutschen Wehrmacht am 24[[8. Juni Mai]] [[1945]] war sämtlichen [[Deutschland|deutschen]] Sportvereinen jegliche Betätigung verboten, nur 47 Tage nach dem Ende denn als Mitglieder des Zweiten Weltkriegs, [[Nationalsozialistischer Reichsbund für Leibesübungen|Nationalsozialistischen Reichsbunds für Leibesübungen]] galten sie als Nachfolgeorganisation der drei im Sportpark Ostragehege beheimateten Vereine Dresdner SC, ATV Dresden und Post-SG Dresden errichtet[[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistische]] Organisation. Im diesbezüglichen öffentlichen Gründungsaufruf in der von der sowjetischen Militärverwaltung herausgegebenen Dresdner “Tageszeitung für die deutsche Bevölkerung” hieß es: “Alle ehemaligen Mitglieder des Arbeiter-Turn- und Sportbundes (AnmAm [[30.: gemeint waren Mai]] 1945 wurden die Friedrichstädter Arbeitersportler bis 1933; mit Max Corty wurde einer von ihnen schließlich Leiter der SG Friedrichstadt), Dresdner Sport-Clubs, Postsportvereins und ATV, welche weiterhin Sport betreiben wollen, werden hiermit aufgefordert, sich umgehend in Sportvereine durch die neuen Mitgliederlisten einzutragenneue Stadtverwaltung Dresdens enteignet, welche in der Zeit von 9 bis 18 Uhr im Kasino des ehemaligen DSC, Sportpark Ostragehege, ausliegenam [[30. Der nach neuen Grundsätzen aufgebaute Verein wird zunächst folgende Sportarten betreiben: 1Juni]] 1945 formal aufgelöst. Turnen, 2. Fußball, 3. Handball, 4. Leichtathletik, 5. Ringen und Boxen, 6. Radfahren, 7. Wandern, 8. SchachLetzter Schritt war im Oktober [[1946]] die Löschung aller Dresdner Sportvereine aus dem Vereinsregister.” Zur Ergänzung sei noch erwähnt, dass der heutige Beim DSC 1898 nur noch traditioneller Nachfolger des alten DSC und des ATV Dresden (gegründet 1843 als Dresdner TV) isterfolgte die Löschung am [[17. Denn einer der drei Vorgängervereine der SG Friedrichstadt, der heutige Post-SV Dresden (gegründet 1925 als Post-SpVgg Dresden, ab 1934 Post-SV Dresden, ab 1940 Post-SG Dresden), verließ 1949 die SG Friedrichstadt und stellte sich als BSG Post Dresden auf dem Sportplatz an der Hebbelstraße in Cotta neu aufOktober]] 1946.
Nach den allseits bekannten politischen Machenschaften rund um die SG Friedrichstadt wurde diese im Frühjahr 1950 zur Selbstauflösung gezwungenDie letzte bedeutende Heimpartie der [[1. Der Versuch einer Neugründung als “Dresdner Sport-Centrum Eisenbahn” wurde unterbundenMannschaft|Fußballer]] des alten DSC fand am [[31. Eigentlich sollte sich Dezember]] [[1944]] statt: Mit einem 6:0 (1:0) gegen den [[TV 1846 Meißen]] gewannen die SG Friedrichstadt komplett der BSG VVB Tabak Dresden anschließen, doch die Sportler der SG Friedrichstadt zogen es Rothemden vor, sich im April und Mai 1950 mehrheitlich der nächstgelegenen Sportgemeinschaft SG Mickten anzuschließen, 2.000 Zuschauern das Hinspiel um die sich wiederum am 1Dresdner Bezirksmeisterschaft [[Saison 1944/1945|1944/1945]]. Mai 1950 Die für das Frühjahr 1945 geplante Endrunde der BSG Sachsenverlag Dresden vier Bezirksmeister aus [[Chemnitz]] (gegründet am 24. August 1948[[Chemnitzer BC]]), am 11. Januar 1951 umbenannt in BSG Rotation Dresden, [[Leipzig]] ([[VfB Leipzig]]) und [[Zwickau]] ([[Planitzer SC]]) anschließen mussteum die sächsische Gaumeisterschaft konnte wegen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] nicht mehr ausgetragen werden. Eine größere Ausnahme hiervon war jedoch Der Sieger wäre für die Endrunde um die etwa 40 Mitglieder zählende Abteilung Hockey, [[Deutsche Fußballmeisterschaft|Deutsche Meisterschaft]] qualifiziert gewesen. Doch die bei einer Versammlung reichsweiten Wettbewerbe im Sportcasino am 7. Mai 1950 den Beitritt zur BSG Reichsbahn Dresden (ab 17. Juni 1950 BSG Lokomotive Dresden, seit 26. Oktober 1990 Eisenbahner-SV Dresden) deutschen Sport wurden bereits zum [[1. Juni 1950 beschlossAugust]] 1944 unterbrochen, sodass keine Endrundenspiele mehr terminiert waren.
Die 1. Fußballmannschaft der SG Friedrichstadt hingegen ging, nachdem drei Freundschaftsspiele zum Saisonende unter dem Namen BSG VVB Tabak Dresden absolviert werden mussten, nahezu geschlossen in das politische Exil nach West[[Datei:SGF-Berlin. Dort fand am 7. Juni 1950 das für 40 Jahre lang letzte Spiel als Dresdner SC statt: Gegen Hertha BSC wurde vor 5.000 Zuschauern mit 4:2 gewonnenGruendungsaufruf. Im direkten Anschluss an dieses Benefizspiel, dessen Einnahmen komplett den als politisch anerkannte Flüchtlinge geltenden Ex-Spielern png|400px|mini|rechts|Öffentlicher Gründungsaufruf der SG Friedrichstadt zu Gute kamen, erfolgte die offizielle Gründung der Spielgemeinschaft Hertha BSC/DSC, welche zwei Tage später auch öffentlich bekanntgegeben wurde. Zum 1. Juli 1951 wechselte der Großteil der Dresdner Spieler als eigenständige Abteilung Dresdner SC zur TSG Heidelberg 1878. Am 30. April 1952 zum 54. Stiftungsfest des DSC machte sich der Dresdner SC in der TSG Heidelberg 1878 schließlich als Dresdner SC Heidelberg selbstständig. Der DSC Heidelberg wiederum fusionierte am 28vom 24. Juni 1968 mit der Freien Turnerschaft Heidelberg zum Heidelberger SC, der noch heute den 30. April 1898 als Gründungsdatum seiner Abteilung Fußball angibt.1945]]
An die Stelle der Sportvereine traten 1945 in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] zunächst an einen Ort oder Stadtteil gebundene Sportgruppen. Die [[SG Friedrichstadt]] wurde bereits am [[24. Juni]] 1945, nur 47 Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als Nachfolgeorganisation der drei im [[Sportpark Ostragehege]] beheimateten Vereine [[Dresdner SC]], [[ATV Dresden]] und [[Post-SG Dresden]] errichtet. Im diesbezüglichen öffentlichen Gründungsaufruf in der von der sowjetischen Militärverwaltung herausgegebenen Dresdner [[Tageszeitung für die deutsche Bevölkerung]] hieß es: "Alle ehemaligen Mitglieder des [[Arbeiter-Turn- und Sportbund|Arbeiter-Turn- und Sportbundes]] – gemeint waren die [[Friedrichstadt|Friedrichstädter]] Arbeitersportler bis [[1933]]; mit [[Max Corty]] wurde einer von ihnen schließlich Leiter der SG Friedrichstadt –, Dresdner Sport-Clubs, Postsportvereins und ATV, welche weiterhin Sport betreiben wollen, werden hiermit aufgefordert, sich umgehend in die neuen Mitgliederlisten einzutragen, welche in der Zeit von 9 bis 18 Uhr im [[Sportcasino|Kasino]] des ehemaligen DSC, Sportpark Ostragehege, ausliegen. Der nach neuen Grundsätzen aufgebaute Verein wird zunächst folgende Sportarten betreiben: 1. [[Turnen]], 2. [[Fußball]], 3. [[Handball]], 4. [[Leichtathletik]], 5. [[Ringen]] und [[Boxen]], 6. [[Radfahren]], 7. [[Wandern]], 8. [[Schach]]." Zur Ergänzung sei noch erwähnt, dass der heutige DSC 1898 nur noch traditioneller Nachfolger des alten DSC und des ATV Dresden (gegründet [[1843]] als [[Dresdner TV]]) ist. Denn einer der drei Vorgängervereine der SG Friedrichstadt, der heutige [[Post-SV Dresden]] (gegründet am [[13. August]] [[1925]] als [[Post-SpVgg Dresden]], am [[12. April]] [[1935]] Umbenennung in Post-SV Dresden, am [[3. Mai]] [[1940]] Umbenennung in Post-SG Dresden), verließ [[1949]] die SG Friedrichstadt und stellte sich als [[BSG Post Dresden]] auf dem [[Sportplatz an der Hebbelstraße]] in [[Cotta]] neu auf. Nach den allseits bekannten [[1. Mannschaft 1949/1950|politischen Machenschaften rund um die SG Friedrichstadt]] wurde diese im Frühjahr [[1950]] zur Selbstauflösung gezwungen. Der Versuch einer Neugründung als [[Dresdner Sport-Centrum Eisenbahn]] wurde unterbunden. Eigentlich sollte sich die SG Friedrichstadt komplett der [[BSG VVB Tabak Dresden]] anschließen, doch die Sportler der SG Friedrichstadt zogen es vor, sich im April und Mai 1950 mehrheitlich der nächstgelegenen Sportgemeinschaft [[SG Mickten]] (gegründet am [[30. Januar]] 1946, Ende April 1946 Übernahme der [[SG Pieschen]], die Ende Mai 1945 gegründet wurde) anzuschließen, die sich wiederum am [[1. Mai]] 1950 der [[BSG Sachsenverlag Dresden]] (gegründet am [[24. August]] [[1948]], am [[11. Januar]] [[1951]] umbenannt in [[BSG Rotation Dresden]]) anschließen musste. Eine größere Ausnahme hiervon war jedoch die etwa 40 Mitglieder zählende [[Abteilung Hockey]], die bei einer Versammlung im Sportcasino am [[7. Mai]] 1950 den Beitritt zur [[BSG Reichsbahn Dresden]] (ab [[17. Juni]] 1950 [[BSG Lokomotive Dresden]], seit [[26. Oktober]] 1990 [[Eisenbahner-SV Dresden]]) zum [[1. Juni]] 1950 beschloss. Die [[1. Mannschaft|1. Fußballmannschaft]] der SG Friedrichstadt hingegen ging, nachdem vier Freundschaftsspiele zum Saisonende unter dem Namen BSG VVB Tabak Dresden absolviert werden mussten, am Pfingstsonntag, den [[28. Mai]] 1950 nahezu geschlossen in das politische Exil nach West-[[Berlin]]. Dort fand am [[7. Juni]] 1950 das für 40 Jahre lang letzte Spiel als Dresdner SC statt: Gegen [[Hertha BSC]] wurde vor 5.000 Zuschauern mit 4:2 gewonnen. Im direkten Anschluss an dieses Benefizspiel, dessen Einnahmen komplett den als politisch anerkannte Flüchtlinge geltenden Ex-Spielern der SG Friedrichstadt zu Gute kamen, erfolgte die offizielle Gründung der Spielgemeinschaft [[Hertha BSC/DSC]], welche zwei Tage später auch öffentlich bekanntgegeben wurde. Zum [[1. Juli]] 1951 wechselte der Großteil der Dresdner Spieler als eigenständige Abteilung Dresdner SC zur [[TSG Heidelberg 1878]]. Am [[30. April]] [[1952]] zum 54. Stiftungsfest des DSC machte sich der Dresdner SC in der TSG Heidelberg 1878 schließlich als [[Dresdner SC Heidelberg]] selbstständig. Der DSC Heidelberg wiederum fusionierte am [[28. Juni]] [[1968]] mit der [[Freie Turnerschaft Heidelberg|Freien Turnerschaft Heidelberg]] zum [[Heidelberger SC]], der noch heute den 30. April [[1898]] als Gründungsdatum seiner Abteilung Fußball angibt. Die alten Dresdner im Heidelberger SC schlossen sich nach der Wende symbolisch wieder dem neuen Dresdner SC an. In Dresden erlebte die Idee eines großen Sportclubs, wie es bis 1945 die Nachbarvereine Dresdner SC und ATV Dresden waren, eine Renaissance, als am [[21. November ]] [[1954 ]] der [[SC Einheit Dresden ]] gegründet wurde. Wenn natürlich auch unter komplett anderen gesellschaftlichen Bedingungen. Als [[Sektion Fußball|Abteilung (nun Sektion) Fußball wurde der Leistungsbereich ]] wurden die komplette 1. und 2. Fußballmannschaft sowie die besten Nachwuchsspieler der BSG Rotation Dresden dem SC Einheit angegliedert. Diese Sektion Fußball, der [[FDGB-Pokal 1958|DDR-Pokalsieger von 1958]], wurde mit all ihren 16 [[Fußballmannschaften ]] aufgrund eines [[DTSB]]-Beschlusses am [[6. Januar ]] [[1966 ]] als [[FSV Lokomotive Dresden ]] aus dem SC Einheit ausgegliedert. Weitere Sektionen im neuen SCE waren [[Sektion Fechten|Fechten]], [[Sektion Handball|Handball]], [[Sektion Kegeln|Kegeln]], [[Sektion Leichtathletik|Leichtathletik]], [[Sektion Rudern|Rudern]], [[Sektion Schach|Schach]], [[Sektion Schwimmen|Schwimmen]], [[Sektion Tischtennis|Tischtennis]], [[Sektion Turnen|Turnen]], [[Sektion Wasserball |Wasserball]] und [[Sektion Wasserspringen|Wasserspringen]]. In späteren Jahren kamen noch [[Sektion Bergsteigen|Bergsteigen]], [[Sektion Eishockey|Eishockey]], [[Sektion Eiskunstlauf|Eiskunstlauf]], [[Sektion Eisschnellauf|Eisschnelllauf]], [[Sektion Gewichtheben |Gewichtheben]] und [[Sektion Kanu|Kanu ]] hinzu.
== Neugründung 1990 ==
[[Datei:Vereinslogo-Dresdner-SC-1898.png|150px|mini|rechts|DSC-Vereinslogo bis zum 27. November 2014]] Im Zuge der politischen Wende in der [[DDR ]] konnte am [[31. März ]] [[1990 ]] die Neugründung des DSC zunächst als Interessengemeinschaft vorgenommen werden. Der Clubvorstand des [[SC Einheit Dresden ]] beschloss in seiner Vorstandssitzung am [[19. April ]] 1990 schließlich die Umwandlung in einen eingetragenen Verein und die Umbenennung des SC Sportclub Einheit Dresden in [[Dresdner SC Sportclub 1898 e. V.]] durch Annahme einer entsprechenden [[Vereinssatzung]]. Die zehn [[Abteilungen ]] des neuen DSC waren vorerst [[Abteilung Fechten|Fechten]], [[Abteilung Gewichtheben|Gewichtheben]], [[Abteilung Kanu|Kanu]], [[Abteilung Leichtathletik|Leichtathletik]], [[Abteilung Rudern|Rudern]], [[Abteilung Schwimmen|Schwimmen]], [[Abteilung Turnen |Turnen]] und [[Abteilung Wasserspringen|Wasserspringen ]] sowie neu [[Abteilung Radsport|Radsport ]] und [[Abteilung Volleyball|Volleyball]]. Die Gründung der Abteilung Volleyball wurde erst in dieser Sitzung auf Antrag des Vorstands des [[Deutscher Sportverband Volleyball|Deutschen Sportverbandes Volleyball der DDR (DSVB) ]] beschlossen. Somit war es nun endlich möglich, das schon seit [[1968 ]] ersehnte Leistungszentrum für Frauen-Volleyball auch in Dresden aufzubauen. Bedingt durch die Auflösung einiger Mannschaften durfte das neue [[Frauen-Volleyballmannschaft 1990/1991|Dresdner Team 1990/1991 ]] als fünftes DDR-Leistungssportzentrum für Volleyball auf Anhieb in der nur noch aus sieben Vereinen bestehenden [[DDR-Frauen-Volleyball-Oberliga|DDR-Oberliga]], später Oberliga Ost, starten. Nicht mehr dabei waren schon seit [[1989]] [[Sektion Eiskunstlauf|Eiskunstlauf]] und [[Sektion Eisschnellauf|Eisschnelllauf]]. Denn infolge eines [[DTSB]]-Beschlusses wurden noch vor dem Mauerfall in den DDR-Sportclubs die Sommer- und Wintersportarten voneinander separiert, was am [[28. Oktober]] [[1989]] zur Abspaltung vom SC Einheit Dresden und Gründung des [[ESC Dresden|Eissportclubs Dresden]] führte. Nicht neu eingetretene Beitrittskandidaten waren [[Bogenschießen]], [[Kegeln]], [[Schach]], [[Tischtennis]] und [[Triathlon]]. [[Günter Mauckisch]] als letzter [[Präsidenten|Clubvorsitzender]] des SC Einheit Dresden wurde durch die Umbenennung automatisch auch erster Vorstandsvorsitzender des DSC 1898. Der Manager der geplanten neuen [[Abteilung Fußball]], [[Matthias Müller]], besuchte am [[26. April]] 1990 den [[Heidelberger SC]], um alte und neue Kontakte zu knüpfen. Zu diesem Zeitpunkt machte man sich noch Hoffnungen, die [[TSG Meißen]] übernehmen zu können, um in der zweitklassigen [[DDR-Liga]] an den Start gehen zu dürfen. Letztendlich tritt aber nur die [[FSV Lokomotive Dresden]] mit all ihren 21 [[Fußballmannschaften]] am [[7. Juni]] 1990 dem DSC als neue Abteilung Fußball bei. [[Lothar Müller]], treibende Kraft der DSC-Neugründung, wurde erster Fußball-Abteilungsleiter. Am gleichen Tag erhielt der Dresdner SC 1898 mit der Eintragung in das Vereinsregister das Kürzel e. V. Zum [[1. Juli]] [[1991]] sollten dann noch die Fußballerinnen des [[SV TuR Dresden]] (bis [[8. Mai]] 1990 [[BSG Motor TuR Dresden-Übigau]]) zum DSC wechseln. Diese Frauenmannschaft ging auf die im Frühjahr [[1968]] im [[Sportpark Ostragehege]] gegründete [[BSG Empor Dresden-Mitte]] zurück, welche die erste verbandsseitig anerkannte [[Frauenmannschaft|Frauenfußballmannschaft]] Gesamt-Deutschlands war. [[Datei:Programm-Gruendungsfeier-DSC-1898.png|150px|mini|rechts|Programm-Flyer zur Gründungsfeier des Dresdner SC 1898]]
Nicht mehr dabei waren schon seit 1989 Eiskunstlauf "Sport-Dresden erlebte Wiedergeburt des DSC" war auf der Titelseite der [[Sächsische Zeitung|Sächsischen Zeitung]] vom [[11. Juni]] 1990 zu lesen. Die Neugründung des Dresdner SC wurde am Wochenende des [[9. Juni|9.]] und Eisschnelllauf[[10. Juni]] 1990 groß gefeiert. Denn infolge eines DTSBIm [[Heinz-Beschlusses wurden noch vor dem Mauerfall in den DDR-Sportclubs die SommerSteyer- Stadion]] und im gesamten [[Sportpark Ostragehege]] war an beiden Tagen jeweils zwischen 9 und Wintersportarten voneinander separiert18 Uhr einiges geboten. "Auf ins Ostragehege, dort ist was am 28los!" titelte die [[SZ]]. So etwa das 1. Oktober 1989 zur Abspaltung vom SC Einheit Dresden DSC-Nachwuchs-Leichtathletik-Sportfest mit 700 aktiven Sportlern (heutiges [[DSC-Jugendmeeting Leichtathletik]]), Rhönrad- und Gründung des ESC Dresden führte. Nicht neu eingetretene Beitrittskandidaten waren BogenschießenKarate-Vorführungen, ein Konzert der Wesenitzer Musikanten, Talkrunden der Dresdner Sportprominenz, Demonstrationskämpfe der Jugend in der [[Fechthalle im Sportpark Ostragehege|DSC-Fechthalle]], Kegelneine Turnparade, SchachFitnesskurse der Gewichtheber, Tischtennis Trampolinspringen und TriathlonRollschuhlauf-Wettbewerbe. Es herrschte ein buntes Markttreiben. Mit dem Erwerb eines Programm-Flyers für 2,50 Mark der DDR war man außerdem an einer Tombola beteiligt. Günter Mauckisch als letzter Clubvorsitzender des SC Einheit Dresden wurde durch die Umbenennung automatisch auch erster Vorstandsvorsitzender des DSC 1898Hauptpreis war ein bereits angesparter Bausparvertrag bei der Raiffeisenbank.
Die FSV Lokomotive Dresden trat mit all ihren 21 Fußballmannschaften am 7. Juni 1990 dem DSC als neue Abteilung -[[Fußball bei]]-Premiere nach 40 Jahren war der [[F-Junioren|F-Jugend]] vorbehalten. Lothar MüllerAm Samstag, treibende Kraft den 9. Juni 1990 fand an der [[Pieschener Allee]] 21 von 9 bis 14 Uhr das erste [[DSC-NeugründungMiniturnier]] statt. Turniersieger wurde die [[BSG Lufttechnische Anlagen Dresden|BSG LTA Dresden]] vor dem [[Chemnitzer FC]], wurde erster Fußball-Abteilungsleiterdem [[1. Am gleichen Tag erhielt FC Dynamo Dresden]], [[Hertha BSC]] und der Dresdner SC 1898 mit der Eintragung [[BSG Fortschritt Bischofswerda]]. Sechster und somit Letzter in das Vereinsregister das Kürzel ediesem starken Teilnehmerfeld wurden die DSC-Jüngsten. VAm Sonntag, den 10. Im Herbst 1991 sollten Juni 1990 fand im Ostragehege ab 9:30 Uhr dann noch einmal das seit [[1972]] ausgetragene traditionsreiche 19. [[Knabenturnier der FSV Lok|Knabenturnier um die Fußballerinnen des SV TuR Silberne Lok]] mit zwölf teilnehmenden Mannschaften statt. Das Finale gewann die [[SG Dynamo Heide Dresden]] (heute [[SC Borea Dresden ]]) gegen den [[FC Grün-Weiß Leipzig]] (bis 8ehemals [[BSG Chemie Leipzig]]) mit 3:1. Die Partie um den 3. Platz gewann der 1. FC Dynamo Dresden mit 5:0 gegen den Gastgeber DSC. Auch im Spiel um den 5. Mai 1990 Platz setzte sich mit der [[BSG Motor TuR Empor Tabak Dresden]] ein Lokalvertreter durch, welcher die [[BSG Stahl Riesa]] mit 2:0 schlug. Am Sonntag trat um 13:15 Uhr zudem die Prominenten-Auswahl "Kunst-Kultur-Sport" (u. a. mit Fußball-Legende Hans-ÜbigauJürgen Kreische, Schlagersänger Frank Schöbel, danach bis 1991 SV Motor TuR DresdenTV-Moderator Hans-Joachim Wolfram und Gewichtheber-ÜbigauLegende [[Peter Wenzel]]) zum unter Leitung des Schiedsrichters Edgar Külow (bekannter Schauspieler in der DDR) gegen eine Dresdner Sportjournalisten-Auswahl an und gewann mit 2:0. Die Treffer markierten DSC wechseln-Schwimm-Legende [[Dirk Richter]] und der ehemalige Fußball-Torwart Bernd Jakubowski. Diese Frauenmannschaft ging auf Anschließend absolvierte die [[1. Mannschaft|1. Männermannschaft]] um 15 Uhr ihr erstes Fußballspiel. Es wurde ebenfalls im Frühjahr 1968 im Sportpark Ostragehege gegründete BSG Empor DresdenHeinz-Steyer-Mitte zurück, welche die erste verbandsseitig anerkannte Frauenfußballmannschaft GesamtStadion gegen eine Stadtauswahl aus [[Wiesbaden]]-Deutschlands war[[Biebrich]] mit 4:0 gewonnen.
"Sport[[Datei:Fahnenweihe-10-06-Dresden erlebte Wiedergeburt des DSC" war auf der Titelseite der Sächsischen Zeitung vom 11. Juni 1990 zu lesen. Die Neugründung jpg|300px|mini|rechts|Fahnenweihe des Dresdner SC wurde 1898 am Wochenende des 9. und 10. Juni 1990 groß gefeiert. Im im Heinz-Steyer-Stadion und im gesamten Sportpark Ostragehege war an beiden Tagen zwischen 9 und 18 Uhr einiges geboten. "Auf ins Ostragehege, dort ist was los!" titelte die SZ. So etwa das 1. DSC-Nachwuchs-Leichtathletik-Sportfest mit 700 aktiven Sportlern (heutiges DSC-Jugendmeeting Leichtathletik), Rhönrad- und Karate-Vorführungen, Talkrunden der Dresdner Sportprominenz, Demonstrationskämpfe in der DSC-Fechthalle, eine Turnparade, Fitnesskurse der Gewichtheber, Trampolinspringen und Rollschuhlauf-Wettbewerbe. Es herrschte ein buntes Markttreiben. Mit dem Erwerb eines Programms war man außerdem an einer Tombola beteiligt. Hauptpreis war ein bereits angesparter Bausparvertrag bei der Raiffeisenbank.]]
Die DSCHöhepunkt der zweitägigen Veranstaltung war trotz einiger Regenschauer am Sonntag im Heinz-FußballSteyer-Premiere nach 40 Jahren war Stadion das offizielle Gründungszeremoniell mit der FWeihe einer neuen [[Vereinsfahne|DSC-Jugend vorbehalten. Am SamstagVereinsfahne]], den 9. Juni 1990 fand an der Pieschener Allee 21 von 9 bis durchgeführt ab 14 :30 Uhr das erste DSC-Miniturnier statt. Turniersieger wurde die BSG LTA Dresden vor dem Chemnitzer FC, dem 1Hauptspiel um 15 Uhr. FC Dynamo Dresden, Hertha BSC und der BSG Fortschritt Bischofswerda. Sechster und somit Letzter in diesem starken Teilnehmerfeld wurden Zu den Klängen von Ludwig van Beethovens "Ode an die Freude" zogen junge DSC-Jüngsten. Am Sonntag, den 10. Juni 1990 fand im Ostragehege dann noch einmal Sportler das seit 1972 ausgetragene traditionsreiche Knabenturnier um die Silberne Lok mit zwölf teilnehmenden Mannschaften stattBanner am Fahnenmast empor. Das Finale gewann die SG Dynamo Heide Dresden (heute SC Borea Dresden) gegen den FC GrünGrußworte sandte der zu diesem Zeitpunkt bereits erkrankte Ex-Weiß Leipzig (ehemals BSG Chemie Leipzig) mit 3Bundestrainer [[Helmut Schön]]:1. Die Partie um den 3. Platz gewann der 1. FC Dynamo Dresden "Ich bin mit 5:0 gegen den Gastgeber DSCganzem Herzen an diesen Ehrentagen bei Ihnen. Auch im Spiel um den 5. Platz setzte sich mit der BSG Empor Tabak Dresden ein Lokalvertreter durch, welcher Ich wünsche dem Verein in alter Verbundenheit für die BSG Stahl Riesa mit 2:0 schlugsportliche Zukunft alles Gute und viel Glück. Am Sonntag trat um 13:15 Uhr zudem die Prominenten-Auswahl "Kunst-Kultur-Sport" (u. a. mit Die Friedrichstädter Fußball-Legende Hans-Jürgen Kreischesollte an diesem Wochenende [[Ehrenpräsidenten|Ehrenpräsident]] des neuen DSC werden, doch Helmut Schön konnte aus gesundheitlichen Gründen an einer persönlichen Verleihung dieser in Dresden nicht teilnehmen. Unangekündigt und still, Schlagersänger Frank Schöbelfast heimlich, TV-Moderator Hans-Joachim Wolfram besuchte er mit seiner Frau Annelies Schön Dresden und Gewichtheberdas Heinz-Legende Peter Wenzel) unter Leitung des Schiedsrichters Edgar Külow (bekannter Schauspieler in der DDR) gegen eine Dresdner SportjournalistenSteyer-Auswahl an und gewann mit 2:0Stadion 1991 ein letztes Mal. Die Treffer markierten Der Lange brachte seine Sympathie für die DSC-Schwimm-Legende Dirk Richter Neugründung bereits in einem Interview für die Sächsische Zeitung am 29. Mai 1990 zum Ausdruck: "Ich hänge sehr an Dresden und habe seit Öffnung der ehemalige Fußball-Torwart Bernd JakubowskiMauer noch öfter Heimweh. Anschließend absolvierte die 11982 war ich zum letzten Mal da. Männermannschaft Wenn es klappt, komme ich im September nach Dresden, um 15 Uhr ihr erstes Fußballspiel. Es wurde ebenfalls im Heinzmich einer Sauerstoff-SteyerMehrschritt-Stadion gegen eine Stadtauswahl aus Wiesbaden-Biebrich mit 4:0 gewonnenTherapie zu unterziehen. Und dann werde ich auch den DSC besuchen. Dieser Club war bis zu seiner Auflösung 1945 – die ich damals überhaupt nicht verstand – mein Leben. Ich freue mich deshalb, dass man sich auf solche Traditionen besinnt."
Höhepunkt "Wird der zweitägigen Veranstaltung war trotz einiger Regenschauer DSC ein sportliches Wunderkind?" Dies fragte die Sächsische Zeitung bereits am Sonntag im Heinz-Steyer-Stadion das offizielle Gründungszeremoniell mit [[6. April]] 1990 auf ihrer Titelseite, also bereits 13 Tage vor der Weihe geplanten offiziellen Umbenennung, die auf einer Pressekonferenz Anfang April 1990 bekanntgegeben wurde. Kritisch wurde die ungeklärte Finanzierung des neuen DSC-Vereinsfahne, durchgeführt vor dem Hauptspiel um 15 UhrGroßvereins hinterfragt. Zu den Klängen Der lächerliche Mitgliedsbeitrag von Ludwig van Beethovens "Ode an die Freude" zogen junge DSCmonatlich 1,30 Mark der DDR sollte schnellstmöglich auf 10 DDR-Sportler das Banner am Fahnenmast emporMark angehoben werden. Grußworte sandte Eine wichtige Rolle spielte auch der [[Württemberg|württembergische]] Unternehmensberater [[Wilfried Wernet]] aus [[Albstadt]], der zu diesem Zeitpunkt bereits erkrankte Ex-Bundestrainer Helmut Schön: mit einem Beratervertrag beim künftigen DSC ausgestattet war. Der umtriebige Schwabe verschrieb sich dem Dresdner Sport, weil seine Ehefrau eine gebürtige Dresdnerin war. "Ich bin möchte mit ganzem Herzen an diesen Ehrentagen bei Ihnen. Ich wünsche dem Verein in alter Verbundenheit meinen Möglichkeiten etwas für die sportliche Zukunft alles Gute und viel GlückMenschen in dieser Stadt tun.Und dafür, dass man sich hier wohlfühlt, spielt der Sport keine unwesentliche Rolle" Die Friedrichstädter Fußball, umriss der spätere Gründer der [[DSC-Legende sollte Ehrenpräsident Sportmarketing GmbH]] sein Konzept. Diese umstrittene Vermarktungsgesellschaft sicherte sich für gleich zehn Jahre die Werberechte des neuen DSC . Der Knebelvertrag konnte schließlich erst Ende 1991 aufgehoben werden, doch Helmut Schön wollte aus gesundheitlichen Gründen an einer persönlichen Verleihung dieser in Dresden nicht teilnehmen. Unangekündigt und still, fast heimlich, besuchte er Kurz zuvor wurde mit seiner Frau Annelies Schön Dresden und das Heinz-Steyer-Stadion [[Günther Rettich]] am [[1. Dezember]] 1991 ein letztes Malweiterer Schwabe aus Albstadt erster von den Vereinsmitgliedern frei gewählter [[Präsidenten|DSC-Präsident]] nach der Wende.
"Wird der DSC ein sportliches Wunderkind?" Dies fragte die Sächsische Zeitung bereits am 6. April 1990 auf ihrer Titelseite, also bereits 13 Tage vor der geplanten offiziellen Umbenennung, die auf einer Pressekonferenz Anfang April 1990 bekanntgegeben wurde. Kritisch wurde die ungeklärte Finanzierung des neuen Großvereins hinterfragt. Der lächerliche Mitgliedsbeitrag von monatlich 1,30 Mark der DDR sollte schnellstmöglich auf 10 DDR[[Datei:Vereinslogo-SV-Mark angehoben werden. Eine wichtige Rolle spielte auch der württembergische Unternehmensberater Wilfried Wernet aus Albstadt, der mit einem Beratervertrag beim künftigen DSC ausgestattet war. Der umtriebige Schwabe verschrieb sich dem Dresdner Sport, weil seine Ehefrau eine gebürtige Dresdnerin war. "Ich möchte mit meinen Möglichkeiten etwas für die Menschen in dieser Stadt tun. Und dafür, dass man sich hier wohlfühlt, spielt der Sport keine unwesentliche Rolle", umriss der spätere Gründer der DSCStuttgarter-Sportmarketing GmbH sein Konzept. Diese umstrittene Vermarktungsgesellschaft sicherte sich für gleich zehn Jahre die Werberechte des neuen DSC. Der Knebelvertrag konnte schließlich erst Ende 1991 aufgehoben werden. Kurz zuvor wurde mit Günther Rettich am 1Kickers. Dezember 1991 ein weiterer Schwabe aus Albstadt erster von den Vereinsmitgliedern frei gewählter png|150px|mini|rechts|DSC-Präsident nach der Wende.Patenverein SV Stuttgarter Kickers]]
Durch die Vermittlung von Wilfried Wernet nahm die [[LG Stuttgart ]] am 1. [[DSC-Nachwuchs-Leichtathletik-Sportfest ]] teil, dessen Staffelläufe um den "Ehrenpreis der [[Stuttgarter Zeitung]]" ausgetragen wurden. Auch die Fußballer des [[2. Fußball-Bundesliga|Zweitbundesligisten ]] [[SV Stuttgarter Kickers ]] standen Pate. Kickers-Präsident Axel Dünnwald-Metzler sagte: "Es war für uns, die Stuttgarter Kickers, eine große Freude und Ehre, als wir gebeten wurden, bei der Wiedergründung des traditionsreichen Dresdner Sport-Clubs die Patenschaft zu übernehmen, zumal unsere beiden Vereine annähernd zur selben Zeit gegründet wurden. Freuen wir uns darüber, dass die gesellschaftlichen Veränderungen in der DDR ermöglichen, dass der DSC eine Wiedergründung erfahren darf." Aus der Patenschaft, so der Kickers-Chef, solle eine echte Partnerschaft entstehen, "mit vielen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Mitgliedern unserer beiden Vereine".
Bliebe noch das bereits erwähnte erste Fußballspiel der 1. Männermannschaft des neuen DSC gegen die Stadtauswahl Wiesbaden-Biebrich. Als mögliche Spielgegner waren anfangs der SV Stuttgarter Kickers, der [[VfB Stuttgart 1893 ]] und der [[FC Sankt Pauli 1910 ]] im Gespräch, später der [[VfL Bochum 1848]]. Zuletzt stand der [[FK Zalgiris Žalgiris Vilnius ]] zur Diskussion, da sich die [[Litauen|litauische ]] Mannschaft zu diesem Zeitpunkt in der DDR aufhielt. "Der Fußballverband [[Deutscher Fußball-Verband|Fußball-Verband]] riet uns von diesem Treffen ab", meinte jedoch gerade mal zwei Tage vor der geplanten Begegnung [[Achim Richter ]] von der [[Präsidium|DSC-Leitung]]. "Die Begründung aus [[Berlin ]] war, dass die [[FIFA ]] mit Sanktionen reagieren könnte", so der Funktionär. Wegen der Unabhängigkeitserklärung Litauens hatte der [[Sowjetunion|sowjetische ]] Fußballverband die FIFA angerufen, alle Nationalverbände aufzufordern, sportliche Kontakte mit den Litauern zu untersagen. Dies nahm der DSC ohne Protest hin, denn die einen Tag später beginnende Gründungsshow im Ostragehege sollte nicht durch einen internationalen Zwischenfall belastet werden. Nach einer hektischen Telefonaktion mit Unterstützung der Sächsischen Zeitung stand aber noch am gleichen Tag fest, dass eine Auswahl der beiden Wiesbadener Vereine [[Biebricher FV 1902 ]] und [[FC Biebrich 76 ]] der Kontrahent sein wird. Diese war mit einigen Junioren-Nationalspielern bestückt. Beide Clubs starteten in der abgelaufenen [[Saison 1989/1990 ]] in der viertklassigen Landesliga Hessen-Mitte.
Für die DSC-Fußballer ging es nach dieser historischen Partie erst nach der Sommerpause ab 1dem [[24. August Juli]] 1990 mit einigen Testspielen weiter. Das erste Punktspiel in der viertklassigen [[Bezirksliga Dresden ]] fand am Samstag, den [[18. August ]] 1990 um 15 Uhr bei den Amateuren des [[SV Stahl Riesa ]] statt und wurde mit 4:0 gewonnen. Heimspielauftakt war am Samstag, den [[25. August ]] 1990 um 15 Uhr gegen den [[SV Praktica Dresden ]] (zuvor [[BSG Pentacon Dresden]], heute [[FV Dresden 06 Laubegast]]). Das Dresdner Stadtderby endete mit einem 3:1-Sieg der Schwarz-Roten, die sich in ihrer Premierensaison später die Bezirksmeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die [[Landesliga Sachsen ]] sichern sollten.
Nach seinem furiosen Neustart erlebte der DSC die Nachwendezeit als spannende Ära mit Höhen und Tiefen. Doch auch der neue DSC wuchs wie schon der alte DSC Jahrzehnte zuvor dank des tollen Engagements seiner [[Vereinsmitglieder ]] aus eigener Kraft. 30 Jahre nach der Neugründung hatte der DSC zum [[1. Januar ]] [[2020 ]] 4.316 Vereinsmitglieder, so viele wie nie zuvor. Gemessen an der Anzahl der Mitglieder war der DSC nun der sechstgrößte Sportverein in Sachsen. Werden nur sportlich aktive Mitglieder berücksichtigt, war der DSC außerdem der größte Sportverein in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden.
[[Kategorie:DDR]]
[[Kategorie:DSC allgemein]]