66.028
Bearbeitungen
Änderungen
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
In der '''Zeit des Nationalsozialismus''' zwischen [[1933]] bis [[1945]] musste sich der [[Dresdner SC]] wie alle [[Deutschland|deutschen]] Spitzenvereine im [[Fußball]] und in der [[Leichtathletik]] mit den neuen Machthabern arrangieren.
So wurden [[1933]] die jüdischen unliebsame Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen und [[1935]] musste die sogenannte [[Satzung|Einheitssatzung]] des [[DRL]] übernommen werden.
Der DSC wurde bei seiner [[Monatsversammlung]] am [[4. Mai]] [[1933]] durch den Beauftragten des Sportkommissars für die [[Kreishauptmannschaft Dresden]] "gleichgeschalten". Die [[Abteilungsleiter]] wurden am [[30. Mai]] 1933 bestätigt.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Hakenkreuz erst ab der [[DSC-Nachrichten 10-1937|Ausgabe 10/1937]] auf der Titelseite der [[DSC-Nachrichten]] abgebildet. Bei vielen anderen Vereinen war dies deutlich eher der Fall, auch in [[Dresden]]: Der alte DSC-Rivale [[Dresdner SG 1893]] publizierte das Hakenkreuz beispielsweise schon auf der Titelseite der Ausgabe 10/1933 seiner Vereinszeitung ''Der Parkjäger'' in großer Aufmachung.
== Ausschluss jüdischer Mitglieder von Mitgliedern == In der [[DSC-Nachrichten 4-1933|Ausgabe 4/1933]] der [[DSC-Nachrichten]] erschien der mehrseitige Beitrag ''"Mitgliederbewegung in der Zeit vom 1. Dezember 1932 bis Mitte März 1933".'' Er enthielt die Auflistungen von 211 Austritten, 44 Streichungen wegen Nichterfüllung der Beitragspflichten, 36 Mitgliedern mit unbekannter Adresse und 58 Neuaufnahmen. "Der Vorstand hat sich mit aller Kraft eingehendst mit dem Mitgliederwesen beschäftigt. Die Mitgliederzahl und der Eingang der Mitgliedsbeiträge sind einer sorgfältigen Prüfung unterzogen worden. Das Mahnwesen ist neu geregelt und bürgt nunmehr für Stetigkeit. In aller Kürze werden wir im DSC nur noch Mitglieder führen, die nicht nur Mitgliederrechte, sondern auch ihre Mitgliederpflichten kennen. (...) Die augenblicklichen Verhältnisse veranlassen uns, bei Neuaufnahmen besondere Sorgfalt zu beachten. Wir haben daher beschlossen, von jedem Anmeldenden zwei Bürgschaften zu fordern. DSCer, üben Sie bitte Vorsicht bei Einsetzung Ihres Namens als Bürge! Dresdner Sport-Club e. V. Der Vorstand." ''Auszug aus dem begleitenden Text zu den Listen in den DSC-Nachrichten vom April 1933'' Es ist anzunehmen, dass mit dieser großangelegten Aktion auch jüdische, sozialdemokratische oder kommunistische Mitglieder allein wegen ihrer Konfession oder Parteizugehörigkeit aus dem Verein entfernt wurden. Dass die Austritte und Streichungen ausschließlich Familiennamen und Vornamen enthalten und die originalen Mitgliederverzeichnisse mutmaßlich ab 1945 vernichtet wurden, stellt die historische Aufarbeitung einzelner persönlicher Schicksale jedoch vor große Herausforderungen. Auch in den folgenden Monaten und Jahren dürfte es zu Vereinsausschlüssen gekommen sein.
== Dietwarte ==
"Ich richte nunmehr an alle diejenigen, die den Weg zur HJ noch nicht gefunden haben, einen letzten Mahnruf. Der DSC wird vom 1. November 1937 keinen Jugendlichen mehr in seinen Reihen dulden, der seiner Pflicht als deutscher Junge nicht nachgekommen ist."
[[Datei:Hitler-Jugend-Logo.png|200px|mini|ohne|Logo der Hitler-Jugend. Diese Abbildung bezweckt ausschließlich die Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens gemäß § 86 Abs. 3 StGB.]]
[[Kategorie:DSC allgemein]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]