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In der '''Zeit des Nationalsozialismus''' zwischen [[1933]] bis [[1945]] musste sich der [[Dresdner SC]] wie alle [[Deutschland|deutschen]] Spitzenvereine im [[Fußball]] und in der [[Leichtathletik]] mit den neuen Machthabern arrangieren.
So wurden [[1933]] die jüdischen unliebsame Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen und [[1935]] musste die sogenannte [[Satzung|Einheitssatzung]] des [[DRL]] übernommen werden.
Der DSC wurde bei seiner [[Monatsversammlung]] am [[4. Mai]] [[1933]] durch den Beauftragten des Sportkommissars für die [[Kreishauptmannschaft Dresden]] "gleichgeschalten". Die [[Abteilungsleiter]] wurden am [[30. Mai]] 1933 bestätigt.
''Auszug Eintrag 24 VR 243 AG Dresden''
[[Datei:1940-05-17-Einladung-MV.png|400px|mini|ohne|Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. Mai 1940]]
"12. Dezember 1940. Am 17. Mai 1940 ist eine neue Satzung errichtet worden, die am 6. Dezember 1940 in den §§ 7 und 8 geändert worden ist. Der Vorstand bedarf zu jeder entgeltlichen oder unentgeltlichen Verfügung über Grundbesitz des Vereins der Zustimmung des Führers des NSRL."
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Hakenkreuz erst ab der [[DSC-Nachrichten 10-1937|Ausgabe 10/1937]] auf der Titelseite der [[DSC-Nachrichten]] abgebildet. Bei vielen anderen Vereinen war dies deutlich eher der Fall, auch in [[Dresden]]: Der alte DSC-Rivale [[Dresdner SG 1893]] publizierte das Hakenkreuz beispielsweise schon auf der Titelseite der Ausgabe 10/1933 seiner Vereinszeitung ''Der Parkjäger'' in großer Aufmachung.
== Ausschluss jüdischer von Mitgliedern == In der [[DSC-Nachrichten 4-1933|Ausgabe 4/1933]] der [[DSC-Nachrichten]] erschien der mehrseitige Beitrag ''"Mitgliederbewegung in der Zeit vom 1. Dezember 1932 bis Mitte März 1933".'' Er enthielt die Auflistungen von 211 Austritten, 44 Streichungen wegen Nichterfüllung der Beitragspflichten, 36 Mitgliedern mit unbekannter Adresse und 58 Neuaufnahmen. "Der Vorstand hat sich mit aller Kraft eingehendst mit dem Mitgliederwesen beschäftigt. Die Mitgliederzahl und der Eingang der Mitgliedsbeiträge sind einer sorgfältigen Prüfung unterzogen worden. Das Mahnwesen ist neu geregelt und bürgt nunmehr für Stetigkeit. In aller Kürze werden wir im DSC nur noch Mitglieder führen, die nicht nur Mitgliederrechte, sondern auch ihre Mitgliederpflichten kennen. (...) Die augenblicklichen Verhältnisse veranlassen uns, bei Neuaufnahmen besondere Sorgfalt zu beachten. Wir haben daher beschlossen, von jedem Anmeldenden zwei Bürgschaften zu fordern. DSCer, üben Sie bitte Vorsicht bei Einsetzung Ihres Namens als Bürge! Dresdner Sport-Club e. V. Der Vorstand." ''Auszug aus dem begleitenden Text zu den Listen in den DSC-Nachrichten vom April 1933'' Es ist anzunehmen, dass mit dieser großangelegten Aktion auch jüdische, sozialdemokratische oder kommunistische Mitglieder allein wegen ihrer Konfession oder Parteizugehörigkeit aus dem Verein entfernt wurden. Dass die Austritte und Streichungen ausschließlich Familiennamen und Vornamen enthalten und die originalen Mitgliederverzeichnisse mutmaßlich ab 1945 vernichtet wurden, stellt die historische Aufarbeitung einzelner persönlicher Schicksale jedoch vor große Herausforderungen. Auch in den folgenden Monaten und Jahren dürfte es zu Vereinsausschlüssen gekommen sein. == Dietwarte == Als Vereinsdietwarte wurden im nationalsozialistischen Sport die Vereinsmitglieder bezeichnet, die sich als Vermittler des nationalsozialistischen Gedankenguts im Verein zu betätigen hatten. Im November [[1937]] gab [[Vereinsführer]] [[Arthur Schäfer]] bekannt, dass er [[Helmut Bergmann]] zum Vereinsdietwart und [[Raymund Eckert]] zum stellvertretenden Vereinsdietwart des [[Dresdner SC]] ernannt hat.
== Metallspende ==
=== Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) ===
[[Datei:NSDAP-Logo.png|200px|mini|rechts|Parteilogo der NSDAP. Diese Abbildung bezweckt ausschließlich die Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens gemäß § 86 Abs. 3 StGB.]]
Vom erfolgreichen Fußballteam der 1940er Jahre konnte bislang nur bei [[Willibald Kreß]] und [[Helmut Schubert]] eine Mitgliedschaft in der [[NSDAP]] nachgewiesen werden. Die beiden größten DSC-Idole [[Richard Hofmann]] und [[Helmut Schön]] wurden erfolglos zum Eintritt in die NSDAP gedrängt.
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| [[Heinz Flotho]] || align="center" | 01.05.1933 || align="center" | 3.565.050 || DSC-Kriegsgastspieler 1944/1945
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| [[Woldemar Gerschler]] || align="center" | 01.05.1933 || align="center" | 2.450.353 || DSC-Leichtathletik- und Fußball-Trainer
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| [[Rudolf Harbig]] || align="center" | 01.05.1937 || align="center" | 5.878.331 || DSC-Leichtathlet, 6-facher Weltrekordler, Weltkriegstoter
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| [[Katharina Krauß]] || align="center" | 1937 || align="center" | unbekannt || DSC-Leichtathletin, Olympische Bronze-Medaillengewinnerin 1936, Europameisterin 1938
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| [[Willibald Kreß]] || align="center" | 01.05.1937 || align="center" | 4.954.121 || DSC-Fußballer 1933–1945, DSC-Nationalspieler 1934, DSC-Gauauswahlspieler 1934–1941, WM-Dritter 1934
=== Sturmabteilung (SA) ===
[[Datei:SA-Logo.png|200px|mini|rechts|Logo der SA. Diese Abbildung bezweckt ausschließlich die Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens gemäß § 86 Abs. 3 StGB.]]
{| class="wikitable"
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| [[Albert Eschenlohr]] || align="center" | 01.11.1933 || DSC-Trainer 1933–1935
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| [[Rudolf Harbig]] || align="center" | unbekannt || DSC-Leichtathlet, 6-facher Weltrekordler, Weltkriegstoter
|}
=== Schutzstaffel (SS) ===
[[Datei:SS-Logo.png|200px|mini|rechts|Logo der SS. Diese Abbildung bezweckt ausschließlich die Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens gemäß § 86 Abs. 3 StGB.]]
Bekannt ist, dass [[Willibald Kreß]] und [[Helmut Schön]] erfolglos zum Eintritt in die [[SS]] gedrängt wurden.
| [[Hermann Püschel]] || align="center" | unbekannt || DSC-Vorstandsvorsitzender 1929–1934, Führer der Allgemeinen SS in Meißen ab 1938
|}
=== Hitler-Jugend (HJ) ===
Im September [[1937]] gab DSC-Vereinsjugendwart [[Walter Schöne]] bekannt, dass die Mitgliedschaft in der [[Hitler-Jugend]] nunmehr Voraussetzung für eine Mitgliedschaft von Jugendlichen beim [[Dresdner SC]] ist:
"Ich richte nunmehr an alle diejenigen, die den Weg zur HJ noch nicht gefunden haben, einen letzten Mahnruf. Der DSC wird vom 1. November 1937 keinen Jugendlichen mehr in seinen Reihen dulden, der seiner Pflicht als deutscher Junge nicht nachgekommen ist."
[[Datei:Hitler-Jugend-Logo.png|200px|mini|ohne|Logo der Hitler-Jugend. Diese Abbildung bezweckt ausschließlich die Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens gemäß § 86 Abs. 3 StGB.]]
[[Kategorie:DSC allgemein]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]