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SG Dynamo Dresden

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Die '''Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V.''' (kurz '''SG Dynamo Dresden''' oder '''SGD''' genannt) ist ein traditionsreicher ehemaliger Polizei-Sportverein aus dem [[Dresden|Dresdner]] Stadtteil [[Seevorstadt-Ost]], in dem heute ausschließlich die Sportart [[Fußball]] betrieben wird. Die SG Dynamo Dresden ist aktuell der mitgliederstärkste Sportverein [[Sachsen|Sachsens]].
Der Verein war bis [[1990]] stets eine Sportgemeinschaft der Landespolizei Sachsen, später der Ordnungspolizei im Dritten Reich bzw. der Deutschen Volkspolizei der [[DDR]]. Zwischen [[1953]] und [[19891990]], als die SGD der [[Sportvereinigung Dynamo ]] unterstand, war man ebenso eine Sportgemeinschaft des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] und der Zollverwaltung der DDR.
== Vereinsgeschichte ==
Gegründet wurde der Verein [[1929]] als [[Dresdner Polizei-Schwimmverein]]. Zunächst wurde nur die Sportart [[Schwimmen]] betrieben. Nach einer Erweiterung der sportlichen Vereinsaktivitäten erfolgte [[1932]] die Umbenennung in [[Polizei-SV Dresden|Polizei-Sportverein Dresden]]. [[1942]] musste sich der Verein Polizei-SV Dresden in [[SG Ordnungspolizei Dresden]] umbenennen. Die Fußballmannschaft der SG OrPo, wie der Verein abgekürzt genannt wurde, war neben den Polizeiangehörigen nun auch offen für Angehörige der Schutzstaffel (SS). [[1945]] wurde der Verein verboten und am [[24. Oktober]] [[1946]] schließlich aus dem Vereinsregister gelöscht. Als Nachfolger entstand zum [[1. Oktober]] [[1948]] die [[Volkspolizei-SG Dresden]], die am [[20. Juni]] [[1950]] durch die Gründung der übergeordneten [[Sportvereinigung Deutsche Volkspolizei]] in [[SV Deutsche Volkspolizei Dresden]], die umbenannt wurde. Die Sportvereinigung Deutsche Volkspolizei wurde am [[1227. AprilMärz]] [[1953 ]] durch die konspirativ bereits im Juli [[1952]] gegründete [[Sportvereinigung Dynamo]] übernommen. Die dadurch erneut fällige Umbenennung in SG Dynamo Dresden umbenannt wurdeam [[12. April]] 1953 vorgenommen. In der Anfangszeit war die SGD ein großer Mehrspartenclub mit den Sektionen Boxen, Faustball, Fußball, Gymnastik, Handball, Kegeln, Radsport, Ringen, Schach, Schwimmen, Tischtennis, Touristik, Volleyball und Wassersport. Nach der Ausgliederung anderer Sportarten in weitere Sportgemeinschaften mit dem Namensbestandteil ''SG Dynamo Dresden'' – [[SG Dynamo Elbe Dresden|Elbe]], [[SG Dynamo Dresden-Mitte|Mitte]], [[SG Dynamo Dresden-Nord|Nord]], [[SG Dynamo Dresden-Nordwest|Nordwest]] und [[SG Dynamo Zentral Dresden|Zentral]], später kamen [[SG Dynamo Heide Dresden|Heide]] und [[SG Dynamo Dresden-Land|Land]] als SGD-Nachwuchsfußball-Förderzentren hinzu – war die SGD ab [[1966]] ein reiner Fußballclub. Dieser sollte zunächst anders heißen: Die [[Dresdner FV Dynamo|Dresdner Fußballvereinigung Dynamo]] wurde am [[13. Januar]] 1966 als Nachfolger der SGD gegründet. Da der Beschluss zur Umbenennung von der Sportvereinigung Dynamo jedoch nicht bestätigt wurde, spielte der Club als SG Dynamo Dresden weiter. Ab dem [[1. Juni]] 1990 hieß der Verein [[1. FC Dynamo Dresden]], seit dem [[1. Juli]] [[2007]] wieder SG Dynamo Dresden.
[[Datei:Logo-Dynamo-Dresden-2002-2011.png|150px|mini|rechts|Vereinslogo von 2007 bis 2011]]
Bereits in den 1930er Jahren wurde im damaligen [[Polizei-SV Dresden]] und später in der [[SG Ordnungspolizei Dresden]] (ab 1942) und in der [[SV Deutsche Volkspolizei Dresden]] (ab 1948) [[Fußball]] gespielt.
Im April [[1950]] wurde der DDR-Vizemeister [[SG Friedrichstadt]] verboten. Da der Aufstieg der [[SG Mickten]] in die [[DS-Oberliga]] zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen war und Dresden nach dem Willen der politischen Machthaber einen Erstligisten haben sollte, wurde im Juni 1950 per Dekret die damals in der 1. Kreisklasse Dresden (5. Liga) spielende SV Deutsche Volkspolizei Dresden ins Oberhaus befördert. Zu diesem Zweck wurden am [[28. Juli]] 1950 17 Spieler aus elf Städten nach Dresden delegiert.
Im Dezember [[1965]] wurde die Herauslösung der Sektion Fußball aus dem [[SC Einheit Dresden]] in eine Betriebssportgemeinschaft namens [[FSV Lokomotive Dresden]] – zuvor war als Gemeinschaftsname [[SV Guts Muts Dresden]] im Gespräch – beschlossen. Im Gegensatz zu anderen DDR-Städten kam es nicht zur Bildung eines Fußballclubs. Die DDR-Führung hatte Angst, ein [[1. FC Dresden]], gegründet als Fusion der Fußballer von SC Einheit und SG Dynamo, könnte mit dem von ihnen verhassten [[Dresdner SC]] in Verbindung gebracht werden. Ebenso war [[Stasi]]-Minister [[Erich Mielke]] nicht bereit, seine Dynamo-Mannschaft in Dresden aufzugeben. Die geheimen Fusionspläne wanderten wieder in die Schublade.